
Auch wenn Ostereier mit Naturfarben bzw. einem Kräutersud gefärbt werden, können beim Basteln verschiedene Färbetechniken angewendet werden.
Kratzeier
Die Eier werden mit einem Sud aus Krapp, Blauholz, Zwiebelschalen oder Walnuss dunkel eingefärbt. Anschließend werden mit einem Werkzeug (es eignet sich hier schon ein einfaches Küchenmesser) die Muster eingeritzt.
Je kräftiger die Färbung des Eies ist, umso besser kommt später das ausgekratzte Motiv zur Geltung.
Hessische Blauholzeier
Ein sauberes, rohes Ei auf ein Stück neutrales Seidenpapier legen und etwas Blauholz drumherum streuen. Das Papier etwas zusammendrücken und weiter Blauholz auf dem Ei verteilen. Ist das Blauholz verteilt, das restliche Papier einschlagen und mit einem feuchten Wollfaden umwickeln.
Anschließend das Ei in klarem Wasser garkochen. Dann auspacken und eventuell mit etwas Öl oder Speckschwarte einreiben, damit es glänzt
Reservetechnik
Für die Reserve-Technik benötigt man Frühlingskräuter und Blättchen, die um das zu färbende Ei gelegt werden. Befestigt werden die Blättchen, indem man das Ei in einen Nylonstrumpf legt und und oben und unten zubindet. Nach dem Färben mit Naturfarben, z.B. Zwiebelsud, erscheinen die Blättchen ganz zart, während der Rest des Eies stärker gefärbt ist.
Geeignet sind hier vor allen Dingen Walnussschalen, Blauholz, Krapp und Zwiebelschalen
Wachsbatik
Ganz einfach ist diese Technik nicht, aber einen Versuch ist sie allemal wert:
Eine Mischung aus Bienenwachs und Paraffin wird erhitzt und mit einer Stahlfeder aufgenommen. Damit werden Muster auf rohe, weiße Eier gemalt. Da das Wachs sehr schnell erkaltet, muss die Feder nach ein bis zwei Strichen wieder in das Wachsgemisch getaucht werden.
Ist die Wachsmalerei fertig, wird gefärbt. Der Farbsud muss heiß und so konzentriert sein, dass er sofort färbt. Da das Wachs sich schnell auflöst, muss der Färbevorgang also sehr schnell erfolgen. Wird das Wachs im Färbebad flüssig, muss das Ei sofort (!) aus dem Sud genommen werden, das sonst die abgeckten Muster auch eingefärbt würden und die Mühe dann umsonst gewesen wäre.
Geeignet sind Färbungen mit einem Sud aus Krapp, Blauholz, Walnuss und Zwiebelschale
Eier mit Beerensäften marmorieren
Rote oder blaue Beeren in einen Topf geben. Mit Wasser auffüllen, bis die Beeren fast bedeckt sind. Die Mischung eine Stunde lang kochen, dann den Saft abseihen.
Färben kann man sowohl mit dem kalten als auch mit dem heißen Saft. Dabei entsteht eine Gelierschicht auf den Eiern, die, wenn sie nach dem Färben weggespült wird, marmorierte Muster ergibt.
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