Kindheit

Die Kindheit hat ihre Geheimnisse und ihre Wunder - aber wer kann sie erzählen, und wer kann sie deuten?

O Kinderlust! Sie trinkt in vollen Zügen
die reine Freude, die vom Himmel sank:
ein jeder Laut ist fröhliches Genügen
und jedes Lachen klingt wie heißer Dank.

Es trägt wohl mancher Alte,
des Herz längst nicht mehr flammt,
im Antlitz eine Falte,
die aus der Kindheit stammt.

O neidenswerte Kinderzeit!
Die süße Sorgenlosigkeit
sie ahnet es noch nicht,
wie eigne Torheit, fremde Schuld,
um das Gewissen, die Geduld
die grausen Schlangen flicht.

O süße Zeit herzinniger Gefühle
der Kindheit!
Wie denk ich dein so gern im Weltgewühle,
du schöne Zeit!
Schon ist in Nacht des Lebens viel geschwunden;
du strahlst von fern

Was ist mir in meiner Jugend die Fußbank gewesen! Bald war sie mein Tisch, worauf ich hämmerte, arbeitete, schusterte, tischlerte, bald mein Pferd, das den Stuhl ziehen sollte.
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