Mutterliebe

O Mutter, halte dein Kindlein warm,
die Welt ist kalt und helle,
und trag es fromm in deinem Arm,
an deines Herzens Schwelle!

Was eine Kindesseele
aus jedem Blick verspricht!
So reich ist doch an Hoffnung
ein ganzer Frühling nicht.

Himmelswonne, Seligkeiten,
und des Lebens tiefste Schmerzen,
goldumglüht von reinster Liebe,
wohnen nur im Mutterherzen.

Nur eine Mutter weiß allein,
was lieben heißt und glücklich sein.

Die Liebe einer Mutter teilt sich nicht zwischen den Kindern, sie vervielfältigt sich.

O Mutterlieb', du heilig Amt,
vom Herrn der Ewigkeit verliehen,
die Seele, die vom Himmel stammt,
dem Himmel wieder zu erziehen.

Wenn alle Welt den Armen läßt,
und wenn kein Herz ihm bliebe,
am ew'gen Himmel stehst du fest,
Stern heil'ger Mutterliebe.

Himmelswonne, Seligkeiten,
und des Lebens tiefste Schmerzen,
goldumglüht von reinster Liebe,
wohnen nur im Mutterherzen.

Nur eine Mutter weiß allein,
was lieben heißt und glücklich sein.

Mutterliebe!
Allerheiligstes der Liebe!
Ach, die Erdenpracht ist so arm,
o, vernehm' ich jener Engel Chöre,
hört' ich ihrer Töne heilig Klingen,
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