Selbstgemachtes online verkaufen

23. Februar 2016 - 10:54 -- Bastelfrau


Wer gerne bastelt, strickt oder malt, hatte garantiert schon einmal die Idee, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Für einige Leute hat sich dieser Traum bereits erfüllt. Wer seinen Job nicht gleich aufgeben möchte, kann sich natürlich auch einfach nur eine Kleinigkeit mit selbstgemachten Kunstwerken hinzuverdienen.

Selbstgemachtes online verkaufen

Für kreative Köpfe gibt es im Internet immer mehr Möglichkeiten, um mit ihren Werken Geld zu verdienen. Es gibt eigene Verkaufsportale, auf denen man als Verkäufer seinen eigenen kleinen Online-Shop einrichten kann. In Deutschland sehr bekannt ist zum Beispiel DaWanda, doch auch die internationale Plattform etsy aus den USA ist bei deutschen Nutzern beliebt. Auf diesen und ähnlichen Plattformen werden Basteltalente mit Menschen auf der Suche nach individuellen Kreationen zusammengebracht.

Dass Basteln dabei zur Lebensgrundlage werden kann, zeigen die Beispiele von erfolgreichen Verkäufern: Bei DaWanda schätzte man, dass etwa 20.000 der dort registrierten Künstler inzwischen von ihren Verkäufen leben können. Natürlich handelt es sich dabei überwiegend um professionelle Handwerker und Designer. Doch dazwischen finden sich immer wieder auch Erfolgsgeschichten von „ganz normalen“ Menschen. Das erfolgreiche Mutter-Töchter-Trio „Miss Cherry Blossom“ verkauft zum Beispiel seit 2008 Häkel- und Strickwaren und durfte sogar schon ein Buch mit eigenen Designs veröffentlichen.

Ganz wichtig: Wer regelmäßig Selbstgemachtes verkaufen möchte, braucht in Deutschland einen Gewerbeschein. Beim örtlichen Gewerbeamt kann er gegen eine kleine Gebühr beantragt werden — und schon ist man selbstständig. Auch, wer nur wenige Stücke verkauft, könnte ohne angemeldetes Gewerbe Probleme bekommen. Zwar werden bei geringen Mengen oder für Gelegenheitsverkäufer meist nicht direkt Strafen fällig, wenn dem Staat die Tätigkeit auffällt, doch riskieren sollte man es trotzdem nicht. Nicht nötig ist normalerweise die kostenpflichtige Eintragung bei der HK oder IHK.



Einstandskosten nicht unterschätzen

Wer einen Schritt weiter gehen will und sein Hobby zum Beruf machen möchte, muss sich zuvor über die möglichen Kosten im Klaren sein und überlegen, wie sich die Einstandskosten finanzieren lassen. Je nachdem, welche Techniken man verwenden möchte, fallen diese natürlich sehr unterschiedlich aus. Vieles braucht so wenig Platz, dass es bequem von zu Hause aus gemacht werden kann. Doch manche Arbeiten erfordern eine großzügige Arbeitsfläche und ausreichend Stauraum für Werkzeuge und Materialien — hier könnte Miete für zusätzliche Räume fällig werden. Auch die verwendeten Rohstoffe sind wichtig, denn bevor es losgehen kann, muss das erste Material aus der eigenen Tasche gekauft werden: Papier oder Wolle sind günstiger als Stoffe, Leder oder Metalle.

Wer zum Beispiel schon lange häkelt und nun mit seinen Designs Geld verdienen möchte, ist vermutlich auf längere Sicht gut mit Häkelnadeln und sonstigem Zubehör ausgestattet. Für die Aufbewahrung genügt oft ein Regal, gearbeitet werden kann von überall aus. Der Großteil der ersten Anschaffungen: Wolle und Garne. Hier dürften die Einstandskosten so gering sein, dass sie bequem aus eigener Kraft gestemmt werden können.

Möchte man hingegen mit selbstgenähter Kleidung Geld verdienen, könnte es teuer werden. Stoffe kosten mehr und brauchen mehr Platz. Eventuell benötigt man auch eine professionelle Nähmaschine oder möchte sich gleich ein Nähzimmer einrichten, in dem ohne Einschränkungen gearbeitet werden kann. Wer nicht zufällig noch einen leerstehenden Raum zu Hause hat, muss sich etwas Passendes anmieten — die Kosten summieren sich und man benötigt rasch mehr Geld, als man gerade aufbringen kann.

Foto: Counselling@pixabay.de



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