Jod

11. März 2016 - 13:05 -- Sarah


Jod ist für den Körper deswegen so wichtig, weil es maßgeblich für die Funktion der Schilddrüse ist. Die beiden wichtige Schilddrüsenhormone Thyroxin und Triiodthyronin enthalten Jodatom und regulieren den Stoffwechsel. Auch wenn Deutschland immer noch als Jodmangelgebiet gilt, gibt es inzwischen auch ein Problem der Jodüberversorgung. Dies liegt daran, dass in der Tierindustrie in erhöhtem Maße Jod benutzt wird, ohne dass Produkte wie Milch und Eier eindeutig deklariert sind. Deswegen kann es schwierig sein, den eigenen Jodkonsum richtig einzuschätzen. Auch Fertigprodukte sind häufig sehr jodhaltig, sodass der Tagesbedarf, der bei 200 µg liegt, schnell überschritten werden kann, was auf Dauer zu gesundheitlichen Schäden führen kann. In Deutschland ist die Jodunterversorgung dennoch wesentlich häufiger anzutreffen.

Welche Folgen kann Jodmangel haben?
Über längere Zeit führt Jodmangel zu einer Vergrößerung der Schilddrüse. Eine äußerliche sichtbare Folge davon kann ein Kropf sein. Bleibt der Jodmangel weiter bestehen, kann sich dies in Nervosität, Schlaflosigkeit, Wärmeunverträglichkeit und Gesichtsverlust trotz gesteigertem Appetit bemerkbar machen. Auch Haarausfall und Störungen im Menstruationszyklus können Folgen sein. Der Jodmangel sollte in diesem Stadium nur langsam und unter ärztlicher Kontrolle behoben werden, da ein plötzlicher Ausgleich eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) zur Folge haben kann. Problematisch ist ein Jodmangel vor allem während der Schwangerschaft, da sich das Gehirn des Kindes dann nicht richtig entwickeln kann. Auch im Säuglingsalter kann Jodmangel immer noch Retardierung zur Folge haben. Auch wenn dies nicht zwangsläufig eintreten muss, ist wissenschaftlich belegt, dass Jodmangel zu einer bedeutenden Intelligenzminderung führt. In Deutschland werden Neugeborene jedoch direkt auf Jodmangel überprüft, um dem rechtzeitig vorzubeugen.



Jodmangel vorbeugen und beheben.
Eine der einfachsten Möglichkeiten, Jodmangel zu beheben, ist, auf Salz zurückzugreifen, das jodiert worden ist. Jodsalz findet inzwischen auch in den meisten Fertigprodukten Verwendung. Dies gilt auch für Backwaren und Fleisch. Auch in den meisten Meerestieren und Fischen ist viel Jod enthalten. Spitzenreiter sind hier Schellfisch, Kabeljau und Miesmuscheln. Algen enthalten meist so viel Jod, dass man darauf achten sollte, nicht zu viel von ihnen zu essen. Sushi eignet sich also nicht für die tägliche Ernährung. Kiwis, Spinat und schwarzer Tee sind ebenfalls sehr jodhaltig. Weitere jodreiche Lebensmittel können Milch, Eier, Butter und Rindfleisch sein. Das Hauptproblem bei den letztgenannten Nahrungsmittel ist, dass der Jodgehalt sehr schwanken kann. Eigentlich sind gerade Milchprodukte nicht jodreich, durch jodangereicherte Mineralstoffmischungen im Tierfutter und unsachgemäße Desinfizierungen der Euter der Tiere enthalten Milchprodukte jedoch inzwischen teilweise sehr hohe Mengen der Mineralstoffs. Auch bei Wurst kann der Jodgehalt sehr variieren.

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