Kalium

11. März 2016 - 13:02 -- Sarah


Kalium wird als der wichtigste intrazelluläre (also innerhalb der Zelle) Mineralstoff angesehen. Dies liegt daran, dass es dort nicht nur an vielen wichtigen Prozessen beteiligt, sondern auch mitverantwortlich für die lebenswichtige Aufrechterhaltung des Spannungsunterschiedes zwischen Zelle und umgebender Flüssigkeit ist. Nur auf diese Weise kann Energie gewonnen werden und weitere wichtige Stoffwechselprozesse ablaufen. Zusätzlich ist es wesentlich für die Regulierung des Blutdrucks und an der Freisetzung verschiedener Hormone wie beispielsweise Insulin beteiligt. Auch für die Übermittlung von Nervenimpulsen und die Funktion von Muskeln ist es wichtig. Im menschlichen Körper befinden sich durchschnittlich 170 g und der Tagesbedarf des Minerals wird auf ungefähr 2 g geschätzt.

Welche Folgen kann Kaliummangel haben und wie entsteht er?
Eine Unterversorgung mit Kalium führt zu Kraft- und Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und Schwindel. Auch Verstopfungen und sogar Darmverschlüsse können Folgen eines Mangels sein. Auch die Reflexe können nur noch schwach ausgeprägt sein oder sogar fehlen. Am deutlichsten zeigt sich Kaliummangel am Herzen. Es schlägt unregelmäßiger oder weniger stark und das EKG kann stark verändert sein. Die verursachten Herzrhythmusstörungen können harmlose Extrasystolen („Stolpern“ des Herzens) sein oder sich zu einem schwerwiegenden Problem entwickeln. Normalerweise muss ein Kaliummangel nicht gefürchtet werden. Meist geht ihm ein beträchtlicher Flüssigkeitsverlust voraus, wie es bei starkem Durchfall und Erbrechen der Fall ist. Außerdem kann eine Störung im Säure-Basen-Haushalt dazu führen, dass der Kaliumgehalt im Körper sinkt. Auch harntreibende und abführend wirkende Medikamente können einen Kaliummangel herbeiführen. Insgesamt ist es also selten, dass man sich um den Kaliumspiegel Gedanken machen muss. Anderes gilt jedoch für Menschen mit Herzschwäche oder –rhythmusstörungen, einer Nierenerkrankung oder bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten.



Kaliummangel vorbeugen und beheben.
Da Kaliummangel eher unüblich ist, sollte die Ursache dafür herausgefunden werden. In den meisten Fällen sind Nahrungsergänzungsmittel nicht notwendig, da die Unterversorgung leicht durch kaliumhaltige Lebensmittel ausgeglichen werden kann. Bananen, Weizenkeime und –kleie, Hülsenfrüchte wie Sojabohnen und Erbsen und Spinat sind sehr reich an Kalium. Auch Avocado, Grünkohl, Heilbutt, Spinat und Kartoffeln enthalten viel von dem wichtigen Mineralstoff. Cola verringert die Kaliumversorgung wie kaum ein anderes Lebensmittel und kann bei größeren Mengen (zwei bis drei Liter am Tag) sogar ein ernst zu nehmendes Defizit hervorrufen. Sollte der Kaliummangel gravierend sein und akute Auswirkungen auf das Herz haben, wird versucht, den Kaliumgehalt durch Infusionen langsam wieder zu steigern. Auch wenn zu Kalium in Tablettenform gegriffen wird, sollte dies unter ärztlicher Kontrolle erfolgen, da auch ein übermäßiger Gehalt an Kalium negative Folgen hat.

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