Vitamin D

15. September 2017 - 0:00 -- Sarah


Vitamin D kann unter den richtigen Bedingungen fast vollständig vom menschlichen Körper synthetisiert werden. Rund 80 % des Tagesbedarfs können gedeckt werden, wenn genügend Sonnenlicht vorhanden ist, da das Vitamin dann in der Haut gebildet wird. Nach einer engen Definition des Vitaminbegriffs ist Vitamin D somit auch kein Vitamin, da dieser Begriff eigentlich auf Stoffe begrenzt ist, die nicht selbst vom Körper synthetisiert werden können.

Vitamin D ist aufgrund seiner Beeinflussung des Calziumhaushalts sehr wichtig für Knochen und Zähne. Ohne Vitamin D wird Kalzium weder vom Körper aufgenommen, noch im Knochen eingebaut. Auch beim Transport innerhalb der Muskeln spielt es eine wichtige Rolle. Zusätzlich ist es jedoch auch noch an anderen Funktionen des Körpers beteiligt. So beeinflusst es die Ausschüttung verschiedener Hormone wie Insulin oder Botenstoffe wie Acetylcholin. Auch rote Blutkörperchen können ohne Vitamin D nicht gebildet werden und es ist in der Lage, die Immunabwehr zu unterdrücken. Es gibt außerdem Hinweise darauf, dass es das Wachstum bestimmter Krebszellen verhindern kann. Auch für die Blutdruckregulation, verbesserte Reizweiterleitung in den Nerven und für eine normale Entwicklung des Gehirns bei Embryos ist Vitamin D wichtig.

Der Tagesbedarf an Vitamin D ist schwierig festzulegen, da er auch davon abhängig ist, wie viel Sonnenlicht der Körper erhält. Schätzwerte liegen zwischen 5 und 20 µg täglich. Tritt ein Vitamin-D-Mangel ein, sind vor allem die Knochen betroffen. Im Kindesalter kann dadurch Rachitis, also eine Verformung der Knochen, entstehen. Bei Erwachsenen treten Osteoporose und Osteomalazie auf. Letztere ist eine Knochenerweichung, die von Schmerzen und pathologischen Frakturen begleitet sein kann. Auch eine Muskelschwäche kann durch eine Unterversorgung mit dem Vitamin entstehen. Zusätzlich gibt es bei verschiedenen Erkrankungen Hinweise darauf, dass ein Vitamin-D-Mangel ein Risikofaktor darstellt. Dies ist sowohl bei Autoimmunerkrankungen wie Diabetes, Multiple Sklerose, Morbus Chron und Lupus, als auch bei Bluthochdruck, verschiedenen Krebsarten, Demenz und Parkinson der Fall.



Einen Vitamin-D-Mangel durch Lebensmittel zu vermeiden, ist nicht leicht, da nur wenig Lebensmittel eine große Menge an Vitamin D enthalten. Ein hervorragender und ebenso gefürchteter Lieferant für Vitamin D ist Lebertran. Auch Fische wie Aal, Lachs und Sardine enthalten noch relativ viel von dem Vitamin. Dies zeigt sich auch an den Inuit. Während die Hautfarbe von Menschen umso heller wird, je weiter nördlich sie wohnen, ist dies bei den Inuit nicht der Fall. Dies liegt daran, dass sie durch ihre traditionelle Ernährungsweise, die aus viel fettem Fisch und Lebertran besteht, genügend Vitamin D zu sich nehmen, obwohl ihre Haut stärker pigmentiert ist und somit weniger Vitamin D selbst synthetisieren kann. Auch Kalbfleisch, Ei und Rinderleber ist verhältnismäßig Vitamin D reich. Gerade für Veganer und Vegetarier ist es schwierig, genügend Vitamin D zu sich zu nehmen. Während Letztere zusätzlich auf Käse, Vollmilch und Joghurt zurückgreifen können, empfehlen sich für Veganer vor allem Avocado und Champignons. Eine Überdosierung durch Sonnenlicht und Lebensmittel lässt sich kaum erreichen, zumal die Haut die Vitamin-D-Produktion verringert, sobald genügend davon im Körper vorhanden ist. Da das Vitamin jedoch fettlöslich ist, kann es nicht einfach über den Urin ausgeschieden, sondern reichert sich in der Leber und im Fettgewebe an. Die Symptome einer Überdosierung sind vielfältig und sie kann sogar tödlich sein.

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