
Grob gesehen lassen sich die Kleber in vier verschiedene Gruppen aufteilen:
1. dickflüssiger, weißer Kleber, bei dem es sich eigentlich um Decoupage-Kleber handelt
2. gelartiger oder dünnflüssiger, milchiger Kleber, der speziell für die Serviettentechnik angeboten wird,
3. halbflüssiger, weisser Kleber, der ein Zwischending zwischen den beiden anderen genannten Klebergruppen darstellt und
4. Kleber, die sich in keine der drei Gruppen einordnen lässt.
Jede dieser Klebergruppen ist von der Verarbeitung her anders.
Wendet man die falsche Verarbeitungstechnik an, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass der Kleber nichts taugt. Die schlechten Ergebnisse liegen in diesem Fall aber nicht an der Qualität des Klebers, sondern ausschließlich an der falschen Verarbeitung.
Die verschiedenen Verarbeitungsmöglichkeiten
1. Der gewünschte Gegenstand wird mit dem Kleber grundiert. Anschließend wird die oberste Lage der Serviette mittels Hitze auf den Kleber aufgebracht. Dafür wird die Serviette mit Backpapier (Achtung: Kein Butterbrotpapier) abgedeckt und anschließend aufgebügelt. Anschließend kann die Serviette noch mit dem Kleber oder einem speziellen Lack versiegelt werden.
2. Die oberste Lage der Serviette wird auf den zu dekorierenden Gegenstand gelegt. Anschließend wird der Kleber mit einem Pinsel oder Schwämmchen aufgebracht. Dabei wird der Kleber immer von innen nach außen gestrichen. Nach dem Trocknen wird eine weitere Schicht des Klebers als Versieglung aufgebracht.
3. Der Kleber wird auf den gewünschten Untergrund aufgebracht. Die oberste Lage der Serviette wird auf den feuchten Kleber gelegt und sorgfältig angedrückt. Nach dem Trocknen wird die Serviette noch ein- oder mehrmals mit dem Kleber überstrichen.
Vorteil des dickflüssigen, weißen Klebers ist ganz eindeutig, dass es sich dabei eigentlich um Decoupagekleber handelt, der somit zwei Funktionen erfüllt, denn er kann selbstverständlich auch für Decoupagearbeiten herangezogen werden - d.h. er klebt auch wesentlich schwerere Papiere als Servietten, nämlich Papiere wie zum Beispiel Geschenkpapier oder spezielles Decoupagepapier.
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