Boho-Kissen mit Transferfarbe

17. März 2016 - 9:11 -- Bastelfrau


Wer Stoffe bemalt, kennt das Problem, dass die gängigen Stoffmalfarben sich nur für Naturfasern wie Baumwolle oder Seide eignen. Eine der wenigen Farben, die auch auf Synthetik halten, ist Transferfarbe, mit der allerdings nicht direkt auf den Stoff, sondern zuerst auf ein Blatt Papier gemalt wird. Anschließend wird die Farbe mit dem Bügeleisen vom Papier auf den Stoff gebügelt. Diese Technik möchte ich dir hier vorstellen.

Eine meiner Freundinnen hat sich ein Schlafsofa (ähnlich wie das Schlafsofa Karub bei cnouch.de) in Naturfarben gekauft und ich fand, dass hier einfach noch ein Kuschelkissen fehlt. Das war ein willkommener Anlass, endlich einmal die Transferfarben auszuprobieren.

Das brauchst du:

  • Transferfarben
  • Wasser
  • Behälter, Holzstäbchen und Messlöffel zum Anrühren der Farbe
  • Pinsel
  • Papier
  • Polycotton

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Und so wird's gemacht

  1. Etwas Wasser in das Döschen geben. Etwas Farbpulver dazugeben und gut umrühren. Einen Probestrich auf ein Blatt Papier machen. Sollte die Farbe noch nicht dunkel genug sein, einfach noch etwas Farbpulver dazugeben.
  2. Den Polycotton zuschneiden. Eine ausführliche Anleitung, wie man ein Kissen näht, findest du hier.
  3. Mit der Transferfarbe Muster auf das Papier malen. Ich habe mir ein Stück Bastelpapier zugeschnitten und die Kissenmaße mit Bleistift aufgezeichnet. Das Muster habe ich dann weit über die Linien hinaus gemalt. Dadurch war sicher gestellt, dass die Kissenfläche auch vollständig mit dem Muster bebügelt werden kann. Trocknen lassen - die Farbe MUSS trocken sein, sonst klappt der Transfer nicht.
  4. Bügeleisen auf Baumwolle/Leinen stellen. Den Stoff auf die Bügelunterlage legen und glattbügeln. Das Papier mit der bemalten Seite auf den Stoff legen und mit Druck aufbügeln. Eine genaue Anleitung dafür liegt den Farben bei.
  5. Das Kissen fertig nähen.

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Bild: Das bemalte Papier

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Bild: Der bedruckte Stoff

Tipps und Tricks

  • Ich habe die Transfer Dyes von Colourcraft C&A Ltd. verwendet. Dabei handelt es sich um Pulverfarben, die mit Wasser angerührt werden. Dadurch kann man von Anfang an selbst bestimmen, wie hell oder dunkel die Farbe werden soll. Außerdem ist sie recht preisgünstig. Weitere Infos zu den Farben findest du (allerdings in englischer Sprache) auf deren Webseite.
  • Wer sich das Anrühren der Farben sparen möchte, kann auf die Deka Iron-On-Transfer Farben zurückgreifen, die es in flüssiger Form zu kaufen gibt.
  • Wie man auf den Bildern sieht, sieht die Farbe auf dem Papier viel dunkler aus als später auf dem Stoff. Es lohnt sich also, ein Musterstück anzufertigen, damit man sieht, wie die Farben auf Stoff zur Geltung kommen.
  • Der Polycotton, den ich verwendet habe, hat die 200°C beim Bügel problemlos ausgehalten. Ob das mit allen Synthetikstoffen so funktioniert, weiß ich nicht. Du solltest daher erst einmal einen "Probetransfer" an einer unauffälligen Stelle ausprobieren, bevor du dir womöglich deine Kleidung oder Stoffe ruinierst.
  • Geeignet ist die Farbe für Polyesterstoffe, Triacetat, Nylon und Polyamid. Und auch bei Mischgeweben mit mindestens 75% Anteil der oben genannten Stoffe soll es funktionieren.

 

 



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