T-Shirt-Garn (Bändchengarn) selbermachen



Überall sieht man zur Zeit dickes Garn aus Stoffresten. Dieses Garn muss man nicht unbedingt kaufen - man kann es genausogut selbermachen. Man benötigt nur ein paar alte T-Shirts dazu, die so - anstatt in der Altkleidersammlung oder auf dem Müll zu landen - eine neue Aufgabe finden. Es handelt sich also um ein preisgünstiges Vergnügen, durch das man nicht nur Geld sparen sondern auch die Umwelt schonen kann - upcycling eben...

Ich habe hier ein T-Shirt-Kleid meiner Tochter zerschnitten, das alleine wegen dem Muster eigentlich nicht für diese Anleitung geeignet war. Die Bilder sind durch die Streifen etwas verwirrend und ich muss gestehen, dass ich auch nicht wirklich sorgfältig gearbeitet habe. Warum nicht, das erfahrt ihr in der Bastelanleitung.

Das brauchst du:

  • Altes T-Shirt
  • Schere

Und so wird's gemacht:

1. Das T-Shirt flach auf einen Tisch legen.

2. Ärmel - oder in diesem Fall die Bänder für den Verschluss - abschneiden.

Sinn der Sache ist, dass du ein gerades Teil mit zwei geschlossenen Nähten vor dir liegen hast.

Und hier siehst du nun den Hauptgrund, warum ich nicht mehr wirklich sorgfältig gearbeitet habe: Auf der Vorderseite des T-Shirt-Kleides befinden sich Strasssteine und Nieten, die später beim Stricken oder Häkeln sehr stören würden. Ich habe das Garn also fertiggestellt, allerdings werde ich es nicht verwenden können - und das bremst meinen Enthusiasmus leider sehr.

3. Das T-Shirt wie auf dem Foto zu sehen ist, zusammenfalten. Dabei den Stoff nicht Naht auf Naht legen, sondern etwas Abstand lassen.

4. Den Stoff in mindestens 1,5 cm breite Streifen schneiden. Dabei immer so weit schneiden, dass die vordere Naht mit durchgeschnitten wird, die hintere Naht das Ganze aber weiter zusammenhält.

5. Den Stoff auseinanderklappen. Wie du hier siehst, sorgt Schritt 4 nur dafür, dass du nicht so viel schneiden musst. :-)



6. Den Stoff auseinander falten. Damit man besser sieht und nicht falsch schneidet, kann man den Stoff auf einem Ärmelbrett (oder wie ich auf einen Schuhkarton) ausbreiten. Man behält so einfach besser den Überblick.

7. Den ersten Streifen schräg abschneiden.

8. Ab dem zweiten Schnitt wird immer schräg zur gegenüber liegenden Seite geschnitten. Bitte seht euch das Foto genau an: Der untere Teil der Schere zeigt, wo geschnitten werden muss. Der obere Teil ist eine optische Täuschung.

9. Wenn man alles geschnitten hat, liegt ein kleiner (oder auch großer) Haufen Band auf dem Tisch.

10. Bevor das Band aufgewickelt wird, wird es Stück für Stück auseinander gezogen. Dabei rollen sich die Seitenränder nach innen.

Bändchengarn aus altem T-Shirt

So sieht das aufgewickelte Band aus...

T-Shirt Upcycling - Bändchengarn

... obwohl es eigentlich so wie das linke Knäuel aussehen sollte. Das Band in dem großen Knäuel hat sich nicht richtig nach innen gerollt. Warum nicht? Der Stoff war, wie man auf dem ersten Foto sehen kann, nicht im Fadenlauf genäht und daher habe ich es auch nicht im Fadenlauf geschnitten. :-( Das Band rollte sich zwar nach innen - allerdings nicht für lange. Der nächste Teil des Kleides war dann im Fadenlauf und daraus entstand das kleine Knäuel, bei dem der Stoff genauso reagiert hat, wie er sollte.

Gerade habe ich noch ein Video dazu gefunden - zwar auf Englisch - aber dafür sieht man ganz genau wie es geht.

 



Kommentare

Gespeichert von AndreaK (nicht überprüft) am
Hallo, ich habe erst heute diese Idee bei YouTube und bei Ihnen entdeckt. Das T-Shirt muss ja sicherlich aus Baumwolle sein. Muss diese zu 100% sein oder eignet sich auch Mischgewebe? Was meinen Sie mit Fadenlauf? Könnte ich auch einen alten Bettwäschebezug benutzen? Ich würde mich über ihre Meinung sehr freuen. Mfg!

Gespeichert von Bastelfrau am
Hallo Andrea, Ganz oben auf dem Foto sehen Sie, dass die Streifen nicht gleich sind, ein Teil ist schräg, der andere Teil gerade. Der gerade Teil ist nicht im Fadenlauf. Es muss nicht unbedingt Baumwolle sein, es kann auch komplett Kunstfaster sein - habe ich mittlerweile festgestellt. Wichtig ist aber, dass der Stoff dehnbar ist. Das kann auch bei einem Bettwäschebezug sein, wenn er zum Beispiel aus Jersey ist. Sie können aber zum Beispiel auch einen alten Badeanzug nehmen. Hauptsache, der Stoff dehnt sich.

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