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Das Bundes­ent­wick­lungs­ministerium en­ga­giert sich lang­fristig am Horn von Afrika

21. Juli 2011 - 21:26 -- Gast (nicht überprüft)

Die anhaltende Dürre am Horn von Afrika verschärft die be­ste­hende hu­ma­ni­täre Not­lage am Horn von Afrika weiter.

Vor allem in Somalia leiden die Menschen unter der Dürre und den Folgen des jahrzehntelangen Konfliktes, aber auch in Kenia, Äthiopien und Djibouti fordert die Dürre­katastrophe ihren Tribut. Ursachen sind aus­bleibende Regenfälle, aber auch strukturelle Ent­wicklungs­defizite. Katastrophen dieses Aus­maßes sind ver­meid­bar, wenn ge­zielt die Land­wirt­schaft gestärkt wird.

"Das Bundesministerium für wirt­schaft­liche Zu­sammen­arbeit und Ent­wicklung (BMZ) hat daher unter der Leitung von Bundes­minister Dirk Niebel umgesteuert und verfolgt seit dem Regierungsantritt 2009 den Ansatz, die Situation am Horn von Afrika mittelfristig zu stabilisieren, indem die Landwirtschaft und Ernährungssicherung gestärkt werden", so die Parlamentarische Staatssekretärin Gudrun Kopp.

In Äthiopien fördert das BMZ nachhaltige Landbewirtschaftung, um die Ernährungssicherheit der Menschen zu verbessern und Landdegradierung zu reduzieren. Seit dem Regierungswechsel wurden für diesen Bereich 25 Millionen Euro zugesagt.

Auch in Kenia unterstützt das BMZ Bauern bei der langfristigen Erhöhung der Nahrungsmittelproduktion und hat dafür unter der jetzigen Leitung bereits 22 Millionen Euro zugesagt. Kartoffeln, in Kenia nach Mais das zweitwichtigste Nahrungsmittel, werden dank dieser Unterstützung vermehrt produziert. Im Ge­sund­heits­be­reich in Kenia unter­stützt die deutsche Ent­wick­lungs­zu­sammen­arbeit die Er­näh­rungs­si­tu­ation armer schwangerer Frauen und stillender Mütter, die über Ge­sund­heits­gut­scheine speziell auf deren Bedürfnisse abgestimmte Nahrungs­mittel erhalten. Für dieses Vor­haben wurden 2009 6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Auf die aktuelle Notsituation hat das BMZ zusätzlich reagiert: Allein in diesem Jahr wurden bereits über 9 Millionen Euro für Not- und Übergangshilfe in der Region bereitgestellt. Insbesondere in Somalia und Kenia helfen viele deutsche Hilfsorganisationen den Menschen damit trotz der schwierigen Umstände. Das Welt­er­nährungs­pro­gramm und das Inter­nationale Rote Kreuz erhalten ebenfalls Mittel, vor allem für somalische Flüchtlinge. Die Bundes­re­gierung ist innerhalb des Welt­er­näh­rungs­pro­gramms bilateral der fünftgrößte Geber.

Darüber hinaus stellt die Bundesregierung über das Auswärtige Amt weitere Mittel für die humanitäre Hilfe zur Verfügung. Von den Hilfen, die die EU am Horn von Afrika leistet, sind ebenfalls etwa 20 Prozent aus dem Bundeshaushalt. Die EU hat 2010 96 Millionen humanitäre Hilfe geleistet, in diesem Jahr sind es derzeit schon 70 Millionen Euro.

Gudrun Kopp erinnerte außerdem an den Aufruf des Bundes­ministers Dirk Niebel: "Die humanitäre Katastrophe am Horn von Afrika erfüllt uns mit großer Sorge. Vor allem Flüchtlinge, Frauen und Kinder sind von der anhaltenden Dürre und dem Konflikt in Somalia betroffen. Wir appellieren an die Hilfsbereitschaft der Deutschen, auch durch private Spenden die Menschen vor Ort zu unterstützen. Bewährte deutsche Hilfsorganisationen stellen sicher, dass die Hilfe den betroffenen Menschen unmittelbar zugutekommt. Über die Soforthilfe hinaus setzt sich diese Bundesregierung vor allem für eine mittelfristige und langfristige Lösung der Situation vor Ort ein."

Quelle: BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

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