Kochkisten

16. Mai 2010 - 2:07 -- Gast (nicht überprüft)

In Kochkisten werden am Küchenherd angekochte Speisen ohne weitere Beaufsichtigung in verschlossenen Töpfen gar gekocht, von schlechten Wärmeleitern umgeben, die erlangte Temperatur eine Zeitlang beibehalten.

Zur Herstellung eines solchen, teures Heizmaterial (Kohle, Holz, Gas) sparenden, somit sehr wirtschaftlichen Einrichtungsstückes jeder Küche müssen die nötigen geradwandigen, emaillierten Kochgeschirre mit Henkeln aus starkem Draht und festschließenden Deckeln angekauft werden. Sie sollen eine Höhe von 10 beziehungsweise 17 cm und einen Durchmesser von 19 cm haben

Abbildung a


Für eine einfache Kiste mit einem Kochloch benötigt man einen großen oder zwei kleine Töpfe, für eine Doppelkiste mit zwei Kochlöchern zwei große oder einen großen und zwei kleine Töpfe.

Abbildung b

 

Die aus 1,5 bis 2 cm starken glatt gehobelten Brettern gut dicht zusammengefügte und mit einem genau schließenden, bei einer Doppelkiste aus zwei Teilen bestehenden Deckel versehene Kiste muss für eine Kochöffnung 38 cm lang, ebenso breit und 39 cm hoch sein (Abb. c und d).

Abbildung c

 

Ihre Fugen sind mit Stoffresten zu verstopfen und mit Holzleisten zu überdecken. Die Kiste erhält auf ihrem Boden eine 3 cm hohe, festgestampfte Schicht aus feiner, zerrupfter Holzwolle und darüber einen inneren Boden aus einem 1 cm starken Holzbrett. Auf demselben sind vier innere Seitenwände von 26x29x1 cm senkrecht so anzubringen, dass sie mit den äußeren Kistenwänden Hohlräume von 3 cm Breite einschließen, die ebenfalls mit gestampfter Holzwolle ausgeführt werden müssen. Die oberen Öffnungen dieser Hohlräume sind durch Holzleisten oder Wachstuchstreifen abzuschließen, die von den äußern zu den inneren Kistenwänden geneigt angebracht werden sollen.

Abbildung d


Dann ist ein aus Weißblech oder Eisenpappe verfertigter, unten mit einem Boden versehener, oben offener Zylinder von 29 cm Höhe und 21 cm Durchmesser zentral auf dem inneren Kistenboden zu befestigen, der zwischen dem Zylinder und den inneren Kistenwänden verbleibende Hohlraum bis an den oberen Zylinderrand mit Holzwolle oder Papier auszufüllen und mit einem passenden Brettchen oder Pappestück zu überdecken, das in seiner Mitte mit einem kreisrunden Ausschnitt vom Durchmesser des Zylinders (21 cm) versehen wurde. Den Zylinder kann eine gleichgroße alte Blechbüchse ohne Deckel ersetzen. Werden der Zylinder und innere Deckel aus Eisenpappe angefertigt, dann sind beide mit steingrauer Emailglasurfarbe anzustreichen, wodurch sie größere Festigkeit und die Eignung erlangen, sich mit feuchten Lappen reinigen zu lassen.

Der gut schließende Deckel der Kochkiste ist mit einem Patentdrahtverschluss, wie solcher bei Bierflaschen Verwendung findet, und an seiner Innenseite mit einem aus feiner Holzwolle und Wachstuch hergestellten, genau passenden Polster zu versehen, das den Innenraum der Kiste oberhalb der Öffnung vollkommen ausfüllt.

Auf den Boden des Zylinders soll noch ein entsprechend zugeschnittenes Stück Filz (von einem alten Hut oder von Filzsohlen alter Hausschuhe) aufgelegt werden. Die mit ihren Deckeln gut verschlossenen Töpfe werden nach dem Ankochen oder –braten der Speisen auf die Filzeinlage der Kochöffnung gestellt, diese sodann mit einem Stück Presspappe bedeckt und hierauf der Kistendeckel fest geschlossen. Die Kiste erhält unten zwei Fußleisten von 2 cm Höhe und an den Seiten je einen Handgriff aus Eisen oder Messing.

Bei einer Doppelkiste mit zwei Kochlöchern empfiehlt es sich, falls nur eines von ihnen zum Garkochen von Speisen verwendet wird, im anderen in Töpfen zum Sieden erhitztes Wasser einzustellen, um dieses zu Reinigungszwecken sogleich zur Hand zu haben. Kochkisten sollen offen stehen, wenn sie nicht benützt werden.
 

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Achtung!

Diese Artikel stammen zum größten Teil aus der Zeit um 1900. Die Rezepte für Kleber, Tinkturen, Salben und ähnliches stellen daher eine Information dar und sind nicht unbedingt dafür geeignet, sie eins zu eins nachzuarbeiten, da sie unter Umständen gesundheitsschädlich sein können.
Wer sich an diesen Rezepten versuchen möchte, sollte sich unbedingt vorher schlau machen, ob die verschiedenen Bestandteile unbedenklich sind! So habe ich zum Beispiel schon Rezeptegefunden, in denen Anilin verwendet wird, das stark giftig ist und Salze, die feuergefährlich sind. Sowie ich solche Rezepte entdecke, werden sie gelöscht oder mit einem Hinweis versehen. 
Aber ich bin kein Chemiker und kenne mich damit nicht wirklich aus. Ihr solltet also trotzdem gerade die Rezepte für Farben, Kleber usw. nicht einfach ungeprüft ausprobieren, denn die Verwendung der dort erwähnten Chemikalien können unter Umständen gesundheitschädlich oder sogar lebensgefährlich sein. Falls ihr es doch macht, handelt ihr auf eigene Gefahr.
 

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