Bastelmann

Leider musste ich die Artikel, die sich bisher auf  bastelmann.de befanden, in einer "Hauruck-Aktion" auf bastelfrau.de übertragen. Deshalb findet ihr hier nun alle Anleitungen und Artikel, die ihr vorher auf bastelmann.de gefunden habt. Die Artikel werden nach und nach in die normale Bastelrubrik bzw. in die Rubrik "Heim und Garten" oder die DIY-Kategorie "Heimwerken" übernommen. 

Die Anleitungen und Informationen, die ihr hier findet, stammen aus Büchern, die in der Zeit um 1900 erschienen sind. Oft geht es dabei ums Heimwerken, genauso oft aber um Bastelanleitungen für Jungen (wie gut, dass Mädchen das genauso gut können und ebenfalls von den Bastelanleitungen profitieren können).
Innerhalb der Anleitungen findet man oft Anleitungen, wie man die Schnitte dafür berechnet und selbermacht. Allerdings sind die Beschreibungen manchmal so verschnörkelt, dass man sie kaum versteht. Das sollte euch aber nicht davon abhalten zu versuchen, die Sachen nachzuarbeiten. 
Sehr oft geht es bei diesen Bastelanleitungen um das Thema Upcycling - auch wenn dieser Begriff damals noch nicht bekannt war. Der Grund dafür ist ganz einfach: Es gab weder so viele Materialien, noch hatte man genug Geld, um es für "Bastelkram" auszugeben. Statt dessen machte es einfach Sinn, aus den Dingen, die sonst vielleicht weggeworfen worden wären, etwas Neues, Nützliches zu fertigen. Und das konnten früher auch schon die Kinder.
Ihr solltet aber auf jeden Fall darauf achten, welche Chemikalien für die verschiedenen Arbeiten verwendet werden. Vieles von dem, was damals allgemein üblich war, wird heute nicht mehr oder nur noch ganz selten und unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen verwendet, weil sich im Laufe der Jahrzehnte herausgestellt hat, dass die Substanzen giftig, ätzend oder sonst gefährlich für Mensch, Tier und Umwelt sind.

Archiv: 

Lithographische Tinten, Stifte und Kreiden

Für die Herstellung der Lithographie im engeren Sinne, d. h. zum direkten Zeichnen oder Schreiben auf den Stein, bedarf man etwa der gleichen Tinten und Grundmassen, wie sie zu der autographischen oder Uebertragungstinte nothwendig sind. Die Tinte wird bei Schrift und feinen Zeichnungen mit der Feder oder dem Pinsel direkt auf den Stein gezeichnet, dieser dann mit Säure abgebeizt; dadurch werden die Stellen, welche mit Tinte bedeckt sind und daher in Folge des Fettgehaltes der Tinte von der Säure nicht angegriffen wurden, etwas erhaben stehen.

Autographische und Lithographische Tinten

So wichtig der Hektograph auch zur Vervielfältigung von Schriften ist, so leidet er doch an zwei Uebelständen. Einmal ist die Zahl der durch ihn herstellbaren Abzüge eine ziemlich beschränkte (30-60); anderntheils sind die Schriftzüge, weil aus Anilinfarben bestehend, sehr vergänglich. Will man letzteres vermeiden und eine unbegrenzte Zahl von Abdrücken erhalten, so muss man zu einem anderen Verfahren, dem sog. autographischen, greifen.

Hektographentinte, Hektographenmasse und Hektographenblätter

Die Hektographentinten sind nichts anderes als sehr konzentrirte Anilinlösungen, bei denen man gewöhnlich noch durch einen Zusatz von Glycerin ein zu rasches Austrocknen der Schriftzüge verhindert. Es eignen sich vorzüglich hierzu das Methylviolett, Wasserblau und Diamantfuchsin; am wenigsten das Nigrosin. Man verwendet, als die weit ausgiebigste Farbe, jetzt fast nur noch das Violett.

Violette Hektographentinte
Methylviolett 100,0
Essigsäure, verdünnt (20 %) 80,0
Wasser 820,0

Dokumenten- oder Sicherheits-Tinten

In Fällen, wo es auf eine möglichste Unzerstörbarkeit der Schriftzüge ankommt, wie bei wichtigen Staatsdokumenten und Wechseln über hohe Beträge, reicht selbst die beste Gallustinte noch nicht aus, weil die damit hergestellten Schriftzüge, wenn sie auch den Einflüssen von Licht und Luft widerstehen, doch auf chemischem Wege durch Säuren, Chlor etc. zu entfernen sind.

Farbige oder Salontinten

Hierzu verwendet man in neuerer Zeit fast immer Lösungen der verschiedenen Theerfarbstoffe mit einem geringen Zusatz von Gummi oder Zucker, und bei den eigentlichen Salon- auch Damentinten genannt, auch eine schwache Parfümirung von Patchouly, Moschus- oder Veilchenduft. Die Verhältnisse richten sich nach der Ausgiebigkeit des Theerfarbstoffes; die Anilinmenge schwankt zwischen 5,0-20,0 per 1000,0. Ersteres z. B. bei dem Methylviolett, letzteres beim Nigrosin (Tiefschwarz). Für Roth eignet sich besonders das Eosin.

Blauholz-Kopirtinten

Diese haben neben den schon erwähnten Nachtheilen vor den Gallus-Kopirtinten den Vorzug, dass die Schrift noch nach Monaten kopirfähig bleibt, und selbst noch nach längerer Zeit lassen sich Kopien anfertigen, wenn man die Kopirblätter statt mit reinem Wasser mit einer Lösung von

Kaliumchromat, gelbes 1,0
Wasser 1000,0

befeuchtet.

Rothe Blauholz-Kopirtinte n. Dieterich - auch Kaisertinte, Kronentinte, Korallentinte

Blauholzextrakt 100,0
Ammoniumoxalat 30,0

Gallus-Kopirtinten

Die Kopirtinten sind, wie schon in der Einleitung erwähnt, gewissermassen konzentrirte Tinten, denen man durch einen grösseren Zusatz von Zucker oder Dextrin, zuweilen auch von Glycerin, eine gewisse Klebrigkeit verliehen hat. Durch diese beiden Eigenschaften, Konzentration und Klebrigkeit, wird es ermöglicht, mittelst der Kopirpresse einen oder mehrere Abdrücke zu nehmen. Die meisten der käuflichen Kopirtinten sind Blauholztinten, denen die mangelhaften Eigenschaften dieser Tinten, leichtes Dickwerden und raschere Vergänglichkeit der Schriftzüge, anhaften.

Blauholz-Tinten mit Eisen

Blauholzauszüge geben mit Eisensalzen ebenfalls schwarz gefärbte Verbindungen, da aber das reine Eisentannat aus Blauholz keine dauerhafte Tinte liefert, verwendet man meist eine Mischung aus Blauholz und Galläpfeln. Es will uns aber scheinen, als ob man derartige Tinten recht gut entbehren kann, da gute Gallustinten heute so billig hergestellt werden, dass ein theilweiser Ersatz der Galläpfel durch Blauholz höchst überflüssig ist.

Chromtinten

Blauholzauszüge resp. die Auflösungen von Blauholzextrakt in Wasser geben mit einer geringen Menge von Kaliumchromat versetzt, eine fast schwarze Flüssigkeit, die vorzüglich aus der Feder fliesst und sich, in verschlossenen Gefässen aufbewahrt, sehr lange hält.

Schiffchen aus Paranüssen

Wir suchen uns dazu möglichst große und regelmäßig gewachsene Nüsse aus. Die harte Schale lässt sich mit einem scharfen Messer unschwer bearbeiten. Nach der Aushöhlung des Innenraumes wird der Mast, in einem Korkstückchen steckend, mit Syndetikon am Boden festgeleimt. Die Segel schneiden wir aus buntem Seidenpapier.

Schiffchen

Mast, Steuerruder und Bugspriet des Schiffchens sind aus Zigarrenkistenholz geschnitzt. Ersterer bekommt festen Halt in der Nussschale, wenn er durch das Loch eines Querbrettchens gesteckt wird, das links und rechts an der inneren Schalenwand mit Schellack befestigt ist; auch für die anderen Holzteilchen wird Schellack als gutes Bindemittel benutzt, da er schnell trocknet und in der Feuchtigkeit nicht aufweicht.

Zahnstocherbehälter

Wenn man aus Nüssen einen Zahnstocherbehälter basteln möchte, sind hierzu vier Nüsse von gleichartigem Aussehen erforderlich. Man öffnet sie vorsichtig mit dem Messer, ohne die Schalen zu verletzen, und entfernt die Kerne.
Die Schalen werden mit Bürste und Seife sorgfältig gewaschen; nachdem sie trocken geworden sind, leimt man die Hälften zusammen.

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