Untersätze

25. Februar 2011 - 0:00 -- Gast (nicht überprüft)

Diese sind in jedem Haushalt gut zu brauchen für Nippfiguren, Gläser, Vasen, Stehlampen usw. Für kleinere Gegenstände nimmt man sie drei- oder sechseckig, für größere sechs- oder achteckig; kreisförmige eignen sich sowohl klein wie groß. Unter anderem wird in dieser Bastelanleitung auch erklärt, wie die einzelnen Formen entwirft.

Die betreffende Zeichnung wird in der gewünschten Größe auf der Pappe (mittelstark) entworfen.

Beim Dreieck zieht man erst eine Linie (15-20 cm lang), nimmt die Länge derselben in den Zirkel und schlägt nun von den beiden Endpunkten der Linie nach oben Bogen. Wo diese sich schneiden, ist der dritte Punkt des Dreiecks.

Beim Sechseck schlägt man einen Kreis, trägt dieselbe Zirkelöffnung auf der Kreilinie immer weiter schreitend ab und verbindet die gewonnenen Punkte durch gerade Linien.

Das Achteck entsteht ebenfalls aus dem Kreise. Man ziehe durch den Mittelpunkt einen Durchmesser, senkrecht darauf einen zweiten und verbinde die Endpunkte; die Seiten des so entstandenen Quadrats werden halbiert, durch diese Punkte zwei neue Durchmesser gezogen und nun alle acht Endpunkte verbunden.


Diese Formen werden dann mit Messer und Lineal nach der Zeichnung ausgeschnitten.
Der leichteste der Untersätze ist der sechseckige. Größe der Zirkelöffnung etwa 6 cm. Wir richten ihn so ein, dass wir das Papier der Rückseite als Rand gebrauchen können, nehmen dazu also irgendein farbiges, vielleicht hellrotes (sogenanntes satiniertes Druck-)Papier und schneiden es fingerbreit größer als unsere Pappform. Wenn wir nun zwei Ränder des Papier über die Pappränder herüberkleben, so bildet sich eine Falte, die wir mit schräg nach der Spitze zu gehaltener Schere abschneiden.

Die dadurch entstandenen Papierenden kleben wir dann eins über das andere. Bei den übrigen Ecken wird ebenso verfahren. Nun auf die Seite, wo wir eben die Ränder herumgeklebt haben, ein hübsches gemustertes Papier, dessen Form wir durch Drauflegen und Zurückkniffen erhalten; zuletzt in jede Ecke ein Goldstern.

Die Ränder des dreieckigen und des achteckigen Untersatzes machen wir mit Kaliko, und zwar schneiden sich kleinere Schüler den Streifen für jede Seite zurecht und kleben ihn dann mit Leim auf. Größere Schüler nehmen lieber den Streifen so lang, dass er ganz um den Gegenstand herumreicht. Man bestreicht aber nur ein Viertel oder ein Drittel desselben mit Leim, klebt dies auf, indem man an einer Ecke anfängt, dann wieder ein Stückchen bestreichen usw. Mit den an den Ecken entstehenden Falten wissen wir ja schon Bescheid.

Rückseite Naturpapier. Vorderseite beim Achteck (Zirkelöffnung etwa 15 cm) wird zunächst ganz mit zurechtgeknifftem und geschnittenem gelbem Glanzpapier bekleidet. Darauf ziehen wir mit einer Nadel die angegebenen Verbindungslinien der Ecken, schneiden für je zwei gegenüberliegende Dreiecke rotes und grünes Papier aus und kleben dies darauf. Goldborten an den Rändern heben die Schönheit des Gegenstandes ganz bedeutend.

Bei dreieckigen Untersatz kleben wir zuerst Orange (Glanzpapier) auf, lassen es aber nach Grün und Violett etwas über die vorher gezeichneten Linien überstehen, dann Grün, welches nach Violett übersteht und zuletzt das genau passende Violett.

Wir können ja auch den sechseckigen Untersatz in derselben Weise wie das Dreieck mit den sechs Farben: rot, orange, gelb, grün, blau, violett bekleben. Stecken wir dann durch den Mittelpunkt einen spitzen Holzpflock, so erhalten wir einen Farbenkreisel, an dem wir die Wahrheit des physikalischen Gesetzes sehen, dass die Mischung aller Farben Weiß ergibt. Wenigstens wird es nahezu weiß.

Der Kreis wird ebenfalls mit Kaliko gerändert. Dasselbe wird beim Herüberkleben über den Rand der linken Hand auf der Pappe festgehalten und mit der rechten tüchtig langgezogen, gestreckt. Dadurch legt es sich ganz glatt an die Pappe an. Sollten trotzdem noch Falten entstehen, so werden diese mit untergeschobener Spitze der Schere eingeschnitten, dann übereinander geklebt. Gut feststreichen!
Soll der Rand mit Papier gemacht werden, so muss der betreffende Streifen auf beiden Seiten dicht nebeneinander eingeschnitten werden. Beim Aufkleben (Kleister!) werden dann die einzelnen Fransen recht sorgfältig neben- und übereinander geklebt.

Um auch diesen Untersatz verschiedenfarbig zu kleiden, schneiden wir so viel Farben, soviel Kreise, einen immer etwa zwei Finger breit kleiner als den anderen und kleben sie übereinander. Mittelpunkt Goldstern.
Soll den Rand noch Goldborte zieren, so eignet sich dazu nur Zackenborte; andere läßt sich nicht biegen.
Für solche, die einen besonders hübschen Untersatz herstellen wollen, gibt die folgende Abbildung die Form an, bei welcher über jeder Seite des Achteckes besondere Bogen geschlagen werden.

Diese Form wird ebenso wie der Kreis mit Schere zugeschnitten. Alles andere wird man selbst zurechtlegen können.
 

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