Urbaner Gartenbau

22. Dezember 2013 - 23:00 -- Sarah

Gartenbau oder sogar Landwirtschaft innerhalb städtischer Gebiete gewinnt immer stärker an Bedeutung. Grund dafür ist zum einen ein gewachsenes Bewusstsein für ökologische Themen wie Nachhaltigkeit und Klimawandel. Zum anderen ist auch die Ernährung der Weltbevölkerung oder ärmeren Bevölkerungsschichten in Städten mit unzuverlässiger Versorgungslage Anlass. Die zunehmende Verstädterung aber auch auftretende Brachflächen innerhalb der Städte sind ein weiteres Motiv.

Städte produzieren in der Regel nicht ausreichend landwirtschaftliche Güter, um damit die gesamte Bevölkerung zu ernähren. Bereits nach drei Tagen werden bedeutende Versorgungslücken bei leicht verderblicher Ware sichtbar. Deswegen wird seit jeher eine Möglichkeit gesucht, auch innerhalb der Stadtgrenzen Obst, Gemüse und Getreide anzubauen. Stadtgärten werden deswegen seit jeher genutzt, um die Versorgung der Stadtbevölkerung zumindest teilweise zu stemmen. In den letzten Jahren wird dieses Prinzip jedoch vermehrt eingesetzt.

Ein Beispiel hierfür ist die South Central Farm in Los Angeles. Hier entstand eine Brachfläche, die von Immigranten genutzt wurde, um Obst und Gemüse anzubauen, da die Versorgung durch Supermärkte aufgrund der schlechten Einkommensverhältnisse innerhalb des Bezirkes nicht gesichert war. Leider machte der ehemalige Verkäufer nach rund 12 Jahren aufgrund der Wertsteigerung des Grundstücks von seinem Rückkaufsrecht Gebrauch und der Garten wurde 2006 eingeebnet. Gemeinschaftsgärten ereilt ein solches Schicksal leider häufig. Bis dahin sind sie jedoch nicht nur ein Ort, um Lebensmittel gegen geringe Kosten selbst anzubauen, sondern auch ein Ort des kulturellen Austausches. Außerdem sind sie eine Möglichkeit, gerade in sozial-schwachen Gebieten die Bevölkerung dennoch mit frischen Nahrungsmitteln zu versorgen.

So stellte Kuba nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion seine Landwirtschaft von großen Farmen wieder auf kleinere landwirtschaftliche Flächen in Stadtnähe um. Inzwischen denken diese sogenannten Organoponicos 90 % des Bedarfs an frischen Lebensmitteln in Havanna. Kurze Transportwege und weniger Ölverbrauch durch den Verzicht auf große Nutzfahrzeuge sorgen noch dazu für eine hervorragende Umweltbilanz. Auch in den russischen Städten Moskau und St. Petersburg bauen zwischen 50 und 65 % der Bevölkerung ihre Nahrung selbst an, da die Versorgungslage extremen Schwankungen unterworfen ist.

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