Personalisierte Computerstimmen für Schwerkranke

27. Juni 2014 - 0:00 -- Sarah

Verschieden Erkrankungen wie Kehlkopfkrebs, Multiple Sklerose oder ALS führen häufig zum Verlust der Stimme. Immerhin ermöglichen Sprachcomputer, wie sie unter anderem durch den berühmten Physiker Stephen Hawking bekannt geworden sind, die Kommunikation der Patienten mit der Umwelt. Derzeit gibt es verschiedene Projekte, die versuchen, die Computerstimmen zu personalisieren.

Die Stimme gehört zu unserer Persönlichkeit wie kaum eine andere Eigenschaft. Über sie vermitteln wir was wir denken und fühlen und wer wir sind. Nicht umsonst leitet sich „Person“ vom lateinischen Wort für „durchtönen“ ab. Dennoch bleibt vielen Menschen, die nicht oder nicht mehr sprechen können, häufig nur die Nutzung von unpersönlichen Computerstimmen. Auf diese Weise erhalten kleine Mädchen die gleiche Stimme wie betagte Männer. Da wir aus der Stimme auch ableiten, wie wir mit dem Gegenüber sprechen, gehen Wissenschaftler wie Hartwig Eckert davon aus, dass solche unpersönlichen Computerstimmen Kommunikation sogar scheitern lassen kann.

Rupal Patel von der Northeastern University in Boston arbeitet deswegen an Computerstimmen mit persönlichem Klang. Dafür werden „Spenderstimmen“ von Freiwilligen aufgenommen. Über 3.000 Sätze werden dann in einzelne Stücke zerlegt und mithilfe einer Software wieder zusammengesetzt. Auf diese Weise entstehen personalisierte Computerstimmen, die weniger anonym und unnatürlich wie herkömmliche elektronische Stimmen wirken.

Seit 2008 ist es sogar möglich, seine eigene Stimme zu behalten und als Computerstimme einzusetzen, wenn sie vorher konserviert wurde. Dr. Eduardo Mendel wurde durch die Erkrankung eines Freundes auf das Problem des Stimmverlustes und anonymen Sprechstimmen aufmerksam. Er entwickelte eine Software, die es ermöglicht, die eigene Stimme per Computer zu behalten. Dafür werden wie auch bei den Spenderstimmen Sprachaufnahmen in kleine Stücke geteilt und wieder zusammengesetzt. Dafür muss die Stimme allerdings vor dem degenerativen Prozess aufgenommen werden. Allerdings ermöglicht Mendel auch nahestehenden Personen, einem bestimmten Menschen ihre Stimme zur Verfügung zu stellen.

Besonders geeignet ist dieses Verfahren bei Kindern mit Stummheit, die durch die Stimme eines Geschwisterkindes wesentlich natürlicher klingen können.

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