Wie das Internet das Patientenverhalten ändert

23. Juni 2014 - 0:00 -- Sarah

Das Internet ist auch für Gesundheitsthemen zunehmend die Hauptinformationsquelle. Wie Patienten das Internet nutzen und wie sich ihr Verhalten dabei ändert, hat „healthcare42.com in einer umfangreichen Studie in Erfahrung gebracht.

1. Internetquellen machen Patienten selbstbewusster.

Zwei Drittel der Befragten gaben an, nach der Konsultation des Internets, ihrem Arzt mehr oder andere Fragen gestellt haben. Die Hälfte ist zudem der Meinung, dass sie ihren Arzt dadurch besser verstehen. Ein Drittel hat durch die Informationen aus dem Internet eine andere Therapie oder Medikamente erhalten. Zwei Drittel sind außerdem der Meinung, selbstbewusster über Therapiemöglichkeiten entscheiden zu können. Außerdem gab ein weiteres Drittel an aufgrund von Internetinformationen ihren Arzt gewechselt zu haben.

2. Compliance wird erhöht.

Zwei Drittel der Befragten gaben zudem an, dass sie Empfehlungen und Anweisungen besser verstehen und befolgen können und die Hälfte ist der Meinung, dass sie mit Medikamenten besser umgehen können.

3. Patienten sind älter und gebildet.

Das Durchschnittsalter war mit 59 überraschend hoch. Einen Hochschulabschluss verfügte ein knappes Drittel, einen Hauptschulabschluss hatte ein Fünftel der Befragten.
Die meisten Menschen, die sich im Internet über Krankheiten informieren, sind chronisch kranke Menschen mit über 40 % der Befragten. Ein gutes Fünftel war akut krank, weitere 20 % lediglich interessiert und 14 % haben sich deswegen mit dem Thema beschäftigt, weil sie Angehörige von Erkrankten sind.

4. Informationen einzuordnen, fällt schwer.

Rund 14 % der Befragten gab an, dass die Informationen verwirrend und nicht hilfreich waren. Ohnehin scheint es für viele Interessierte nicht leicht zu sein, die Informationen richtig einzuschätzen. Die Fülle von Informationen im Internet wird zu wenig nach fachlicher Kompetenz und Aktualität bewertet. Zudem sind viele Tipps nicht alltagstauglich und viele Artikel nicht verständlich genug geschrieben.
Damit die Qualität von Internetportalen und einzelner Artikel von Patienten besser eingeordnet werden kann, hat Patienteninformationen.de Merkmale für hochwertige medizinische Artikel zusammengestellt.

 

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