Blusen ausbessern

20. April 2009 - 8:36 -- Gast (nicht überprüft)

Blusen werden genau wie Hemden leicht unter dem Arm zerissen. Die Reibung des Armes, des Korsetts verursacht Schäden, die oft recht fatal sind. Es ist ohne weiteres klar, dass man auch in Blusen Flicken einsetzen kann, aber schön sieht es nur aus, wenn ein gestreifter oder karierter Stoff das Einsetzen von Flicken begünstigt. Wenn wir da vorsichtig vorgehen und die Streifen im Flicken und altem Stoff genau sich begegnen lassen, wie z.B. im Ärmel der folgenden Abbildung, so kann mancher Schaden glücklich wieder beseitigt werden.



Der mit Überwendlichstichen eingesetzte Flicken in gestreiften Stoffen.


Bei wollenen oder seidenen Blusenstoffen werden die Flicken mit feinen Überwendlichstichen eingenäht, dann die Nähe auseinander gestrichen und die Kanten umschlungen. Niemals dürfen die Nähte heruntergenäht werden, wie z.B. bei Wäschestoffen. Auf diese Weise eingesetzte Flicken in Blusen sind auf der Außenseite kaum sichtbar.

Es gibt aber auch Blusen, bei denen das Muster nicht günstig ist und ein Flicken sehr in die Augen springen würde. Wie kann man sich da helfen?



Eine seidene Bluse mit einem eingesetzten Flicken

Die Abbildung oben zeigt uns eine Bluse mit eingesetztem Flicken im Vorderteil. Um die Reparatur gefällig zu machen, wurde die Ansatznaht mit einer Hohlnaht ausgestattet. Diese Flickarbeit wird folgendermaßen vorbereitet. Man trennt den Ärmel heraus und Achselnaht und Unterarmnaht auf. Dann wird ein genügend großes Ersatzstück mit umgeschlagener Kante einfach auf die zerrissene Stelle des Vorderteiles geheftet. Wir müssen darauf achten, demselben eine gefällige Form zu geben. In unserm Falle hat er die Form eines Boleros. Nachher wird der aufgeheftete Flicken nach dem Schnitt des untergelegten Vorderteiles zugeschnitten und dieser 1-2 cm weit von der Nahtkante weggeschnitten. Nun schicken wir die Bluse in das Geschäft, das Ziernähte arbeitet. Nachher werden die Kanten 1 cm breit abgeschnitten, die Nähte wieder geschlossen und der Ärmel eingeheftet.



Die Ober- und Rückseite der fertigen Hohlnaht. Das Verschneiden der doppelt liegenden Naht.


Ganz ähnlich wurde die folgende Bluse ausgebessert.



Wie eine Bluse unter dem Arm ausgebessert wird.


Der Schaden unter dem Arm war sehr klein, deshalb wurde nur ein längliches Dreieck aufgesetzt und ebenfalls mit Hohlnaht ausgestattet. Bei Kimonoblusen wird auf gleiche Art verfahren.



Die Kimonobluse


Die Naht unterm Arm reißt meist schnell. Um dem Schaden abzuhelfen, setzen wir einen kleinen viereckigen Zwickel ein und bringen auch da eine Ziernaht an. Die Bluse wird so länger halten.



Die Kimonobluse mit dem eingesetzten Zwickel.


Wenn eine Bluse Falten im Vorderteile aufweist, so ist es sehr leicht, unter der letzten Falte die Ansatznaht eines Flickens zu verbergern, und die Ausbesserung ist verhältnismäßig leicht.



Eine Bluse mit Falten im Vorderteil


Es kommt aber vor, dass wir keinen Ersatzstoff haben. In diesem Falle trennen wir, nachdem der Ärmel ausgetrennt und die Unterarm- und Achselnaht aufgetrennt wurden, die Längsfalten auf und plätten das Vorderteil sorgfältig. Durch die aufgetrennten Falten gewinnen wir so viel an Weite, um die schadhafte Stelle unter dem Arm entfernen zu können.

Da die Steppnähte der Falten meist Spuren hinterlassen, werden auch hier Ziernähte eingearbeitet. Zu diesem Zweck wird die Bluse längs der Spuren der Stiche mit einem Mullstreifen besetzt und dann die Ziernähte durch Stoff und Mull gearbeitet.



Das Belegen des Stoffes mit einem Mullstreifen.


Wir sehen an der Abbildung unten, wie hübsch das Resultat unerer Flickarbeit ist.



Die Bluse mit Hohlsäumen an Stelle der Falten.


Beim Flicken von Blusen muss die eigene Intelligenz das meiste tun. Jeder Fall liegt anders, und bestimmte Regeln wie beim Wäscheflicken gibt es nicht.

Die einzige Regel lautet:  Man soll nicht seheh, dass die Bluse geflickt ist. Aber unsere Beispiele haben gezeigt, dass man diese Regel ganz gut befolgen kann.

Archiv: 

*Partnerprogramme und Werbung

Bastelfrau ist Teilnehmer des Affiliate Service Adgoal. Klickt ein Nutzer auf einen Link zu einer externen Seite, überprüft Adgoal automatisch, ob aus diesem Link ein Affiliate-/Partnerlink erzeugt werden kann, an dem der Webseitenbetreiber über Werbekostenerstattung Geld verdienen kann. Ist dies der Fall, erfolgt die Weiterleitung zum Advertiser über dessen Affiliate-Programm,  Gleichzeitig wandelt Adgoal einzelne Wörter in Werbelinks um. Dadurch werde ich zu einem kleinen Teil an den Einnahmen beteiligt, wenn du eines oder mehrere Produkte auf den verlinkten Seiten kaufst. Durch den Kauf von Produkten über einen Partnerlink entstehen keine weiteren Kosten für dich, das heißt, die Artikel die du kaufst, werden dadurch nicht teurer. Weitere Infos zu Adgoal findest du in unserer Datenschutzerklärung. Durch das Amazon-Partnerprogramm und das Ebay-Partnerprogramm verdiene ich ebenfalls an qualifizierten Käufen. Auch hierzu findest du weitere Informationen in der Datenschutzerklärung.

Die von Adgoal generierten Links können in jedem der Artikel, aber auch auf den Übersichts-(Kategorie-)Seiten eingeblendet werden. Da dadurch auf jeder Seite Werbung sein kann, ohne dass ich dies explizit weiß, gebe ich hiermit an, dass sich auf allen Seiten auf bastelfrau.de Werbung befindet.

Newsletter

Möchtest du auf dem Laufenden bleiben, was auf bastelfrau.de geschieht? Durch meinen Newsletter bekommst du in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Infos dazu. Hier kannst du dich für den Newsletter anmelden.