Regenschirme flicken (oder pimpen)

25. April 2018 - 12:21 -- Bastelfrau


Heutzutage lohnt es sich kaum mehr, einen Regenschirm zu reparieren, denn sie werden einem in Ein-Euro-Shops und anderen Billigläden regelrecht hinterher geworfen. Wer seinen Regenschirm dennoch reparieren möchte, findet hier eine Anleitung dafür. Dabei geht es um den Stoff, der meist in der Mitte, wo die acht Stäbe sich treffen oder am äußeren Ende der Stange schadhaft werden. Genauso gut kann ich mir aber vorstellen, dass man mit Hilfe dieser Anleitung einen Regenschirm "pimpen" kann, denn es wird mit Rüschen und Seidenbändern gearbeitet. 

Diese Anleitung ist schon weit über 100 Jahre alt – aus diesem Grund gibt es auch nur die entsprechenden Zeichnungen dafür. Aber ich denke, dass der Aufbau eines Regenschirmes sich nicht wirklich geändert hat und diese Anleitung deshalb immer noch anwendbar ist. 

Es handelt sich hier übrigens ausschließlich darum, wie man Regenschirme flicken kann - es gibt keine Anleitung dafür, wie man den kompletten Stoff ersetzen könnte.

Bild: Der geflickte Regenschirm

Die Abbildung zeigt einen Schirm, der an diesen beiden Stellen bereits geflickt ist. Auf die Mitte des Schirmes wurde ein achteckiges Stück Taft oder Satin genäht, dessen Kanten leicht nach innen geschweift sind.

Bild: Der achteckige Flicken für die Schirmmitte

Auf diesem Bild sieht man den Flicken mit bereits umgeschlagenen Rändern und dem runden Loch in der Mitte. Der Durchmesser beträgt ca. 15 cm. Der Flicken passt für einen Regenschirm mit 8 Stäben. Sollte dein Regenschirm mehr Stäbe haben, musst du ihn entsprechend anpassen.
Der Flicken wird über die Stockspitze des Schirmes gestülpt und dann mit kleinen Vorder- oder Saumstichen auf den Schirm genäht. Dabei geschieht das Nähen bei aufgespanntem Schirm.

  • Man muss darauf achten, dass die Ecken des Flickens jedesmal auf die Nähte des Schirmes und damit gleichzeit auf eine Stange treffen, damit hinterher alles passt und nicht verzogen wird. 
  • Die Nähte dürfen nicht zu fest angezogen werden, da der Faden sonst beim Öffnen und Schließen des Schirmes reißen könnte.

Als nächstes wird ein 2 cm breites und 30 cm langes Seidenband zugeschnitten und die beiden schmalen Enden zusammengenäht. Anschließend werden die Längsseiten oben und unten geriehen.

Bild: Das Einreihen der Rüsche

Die Reihfäden werden zusammengezogen und die Rüsche kränzchenartig um den Stock auf den Flicken genäht.



Um zerrissene Stellen am äußersten Ende des Stabes zu reparieren, muss man zuerst die Stiche zu lösen, mit denen der Stoff am Stab befestigt ist. 
Dann die Naht ein Stück weit auftrennen und unter beide Teile des Stoffes ein Läppchen Seide legen. 
Mit Nähseide und einer feinen Nähnadel muss nun gesteppt werden, und zwar wird das untergelegte Läppchen mitgefasst.

Bild: Die gestopfte Naht im Schirm

Anschließend wird die Naht so, wie sie war, wieder zusammengenäht. Die äußerste Spitze wird mit starkem Nähgarn an der Öse der Schirmstange befestigt.

Bild: Die fertig gestopfte Ecke.

Kleinere Schäden im Schirm werden gestopft und das Gummibändchen mit Knopf wieder angenäht. Dann ist der geflickte Schirm wieder in durchaus brauchbarem Zustand.

Es kommt vor, dass Schirme noch tadellos erhalten sind, bis auf fadenscheinige Bruchstellen, die von längerem Zusammengerolltsein herrühren. Besonders seidene Schirme halten ein festes Zusammengerolltsein nicht aus.

In diesem Falle kann man ein Seidenband auf die Mitte jedes Teiles nähen, das von der Mitte an den unteren Rand reicht. Man näht auch hier kleine Vorderstiche und achte darauf, dass die Bänder fadengerade aufgenäht werden. Ein Heften vor dem Nähen ist unerläßlich. Auch dieser ausgebesserte Schirm sieht gut aus.

Bild: Der Regenschirm mit aufgenähten Seidenbändern.

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