Stopfen mit der Nähmaschine

3. Dezember 2014 - 4:32 -- Gast (nicht überprüft)

Die Maschinenstopfe eignet sich besonders zur Ausbesserung nicht leinenbindiger weicher Gewebe, z. B. Handtücher, Küchenwäsche, Tischwäsche, Gardinen und Wirkwaren.

Zum Stopfen mit der Maschine sind einige Vorbereitungsarbeiten nötig: Da der Transport von der Hand der Näherin ausgeführt wird, ist der Steppfuß zu entfernen und der Stoffvorschub auszuschalten. Das kann dadurch geschehen, daß der Stichstellhebel auf Null gestellt wird, oder dass der Stoffschieber durch einen besonderen Hebel oder Knopf unter die Stichplatte versenkt wird, oder dass eine sogenannte Stickplatte aufgelegt wird, die den Stoffschieber abdeckt.

Eine feine Nadel ist einzusetzen, weil man zum Stopfen nur das weichgezwirnte, feine Maschinenstopfgarn verwenden kann.

Der Drückerhebel ist während der Arbeit herabzulassen, weil sonst die Oberfadenspannung durch den Auslösestift aufgehoben wird.

Die Stopfarbeit wird straff in einen Stopfrahmen gespannt und so unter die Maschine gelegt, dass die eingespannte Stopfarbeit unmittelbar auf der Nähplatte liegt.
 
Wie beim Handstopfen sind auch hier der Fadenlauf und die Anstopfe zu beachten. Die Umkehrstellen sind nicht in gleicher Höhe auszuführen. Bei jeder Umkehrstelle ist zum Übergang ein Querstich zu nähen.



Dadurch wird vermieden, daß die Stopfe hart und brettartig in dem Geweih liegt und an den Umkehrstellen kleine Löcher eingezogen werden.

Über das Loch wird gleichmäßiges Vor- und Rückschieben der Arbeit ein Fadenstrang (Stichreihe) neben den anderen genäht. Dann werden diese Fadenstränge im rechten Winkel überstopft. Ist die gestopfte Stelle nicht ganz dicht, überstopft man sie ein zweites Mal, so dass sie der Dichte des Gegenstandes entspricht.

Bei größeren Löchern werden Twistfäden in einer Richtung dicht nebeneinander über das Loch gelegt und in der anderen Richtung überstopft, zuletzt werden die überhängenden Fadenenden abgeschnitten. Statt des Twistes kann man auch die käufliche „Stopfhexe" verwenden. Diese ist ein gazeartiges, loses, gesteiftes Band. Die Stopfstelle ist haltbarer, weicher und erfordert nur einen Arbeitsgang.



Twistfaden aufgelegt

Bei großen schadhaften Stellen stopft man passend geschnittene Stoffstücke ein. Sie werden offenkantig leicht untergeheftet und an den Rändern eingestopft.



Einstopfen eines Stoffstückes

Es sind auch Stopffüße auf dem Markt, die die Stopfarbeit erleichtern. Sie werden an der Stoffdrückerstange befestigt oder auf die Nadel geschoben. Zum Stopfen von Strümpfen gibt es besondere kleine Rahmen.



Strumpfstopfen


 

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