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Sortierdosen für Kinder

Gespeichert von Bastelfrau am 19 Juli 2012
Sortierdosen für Kinder

Mein Enkel ist gerade in dem Alter, in dem er gerne nach Farben sortiert. Warum also nicht "Sortierdosen" basteln, die gleich mehrere verschiedene Spiel- bzw. Sortiermöglichkeiten bieten? Mein Enkel hat richtig Spaß an diesen Dosen, seine Mutter und ich allerdings weniger, denn ich habe einiges beim Basteln falsch gemacht. Du bekommst deshalb an dieser Stelle nicht nur eine Bastelanleitung, sondern auch gleich eine Auflistung meiner Fehler - genauer gesagt: Was sollte man anders machen?

Die "Bastelanleitung" ist ganz einfach: Ich habe fünf Dosen aus Pappe und eine Packung Balsaholzplättchen genommen und sie mit Acrylfarben bemalt. Anschließend kam noch ein Schutzlack darüber und fertig war die Geschichte. Schnell, einfach und preisgünstig.
Allerdings kann mein Enkel mit diesen Sortierschachteln zur Zeit nicht alleine spielen, denn die Teile sind viel zu klein und die gewählte Farbe nicht speichelecht. Dadurch ist das Spielen mit den Sortierdosen im Moment nur als "Gesellschaftsspiel" möglich, d.h. es muss jemand mit ihm spielen. Es reicht nicht aus, wenn er nur beaufsichtigt wird.

 

Hier meine Fehler und die Lösung für die Probleme:

 

Die Dosen
Ich habe Pappdosen mit Acrylfarbe bestrichen und anschließend noch mit Mod Podge überzogen. Auch von innen wurden die Dosen bemalt.

Dabei hatte ich total vergessen, das Mod Podge - egal wie toll dieser Decoupagekleber sonst auch ist - wieder klebrig wird, sobald es zu warm wird. Folge davon war, dass die Dosen sofort zugeklebt sind, sich nur noch mit Gewalt öffnen ließen und dabei auch Schaden genommen haben.

 

Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, dass ich eigentlich sowohl für die Dosen als auch für die Holzplättchen speichelfeste Farbe verwenden wollte. Da diese aber gerade verschwunden waren, dachte ich "Probier es einfach mal so aus...". Das war aber ganz eindeutig keine gute Idee.
Die bessere Wahl sind hier also ganz eindeutig speichelechte Farben. Außerdem sollte man den oberen Rand der Dose nicht bemalen, um das Verkleben zu verhindern.
Die Pappdosen sind ebenfalls kein gutes Grundmaterial - sie sind nicht stabil genug. Besser wären entweder Spandosen oder Holzdosen.

 

Die Plättchen

Mein Enkel ist noch keine zwei Jahre alt - die Plättchen sind also viel zu klein und könnten verschluckt werden.

Bild: Die frisch bemalten Holzplättchen müssen erst einmal trocknen.

 

Alternativen gibt es aber mehrere: Man kann größere Teile aus Sperrholz aussägen, gut abschmirgeln und dann mit speichelechter Farbe bemalen. Oder man verwendet Graupappe (aber auch hier sollte zum Bemalen speichelechte Farbe verwendet werden) oder schneidet einfach verschiedene Formen aus farbiger Pappe zu.
Verwendet man Graupappe oder andere Pappe kann man kleine Kinder trotzdem nicht alleine in ihrem Zimmer damit spielen lassen. Stecken sie die Teile in den Mund, lösen sie sich durch den Speichel einfach irgendwann auf.
Für die Aufbewahrung von größeren Teilen sind die Pappdosen natürlich weniger gut geeignet. Es bietet sich hier an, einfach Schuhkartons zu nehmen und diese kindgerecht zu bemalen oder zu bekleben.

 

Fazit:

Mit meiner Originalversion können Kinder nur spielen, wenn ein Erwachsener mitspielt und die gesamte Zeit aufpasst.
Sind die Teile größer und aus Graupappe oder anderer Pappe, sollte ein Erwachsener "ein Auge drauf haben" - das Kind sollte nicht alleine damit spielen.
Sind die Teile größer und aus Holz, ordentlich abgeschliffen, damit es keine Splitter gibt und mit speichelfeste Farbe bemalt, kann das Kind auch alleine damit spielen.
Dabei kommt es natürlich immer auf das Alter der Kinder an. Ich gehe bei meiner Beschreibung von meinem Enkel aus, der zur Zeit 22 Monate alt ist.
Die Holzplättchen werden jetzt also erst einmal weggeräumt, bis er so alt ist, dass er nicht mehr alles in den Mund steckt. Mit den Dosen darf er spielen. Ich vermute aber, dass sie es nicht erleben werden, wieder mit den Holzplättchen gefüllt zu werden - sie werden wohl vorher zermatscht und zerdrückt sein.

Dabei fällt mir gerade ein: Eigentlich könnte ich die Dosen mit irgendwelchen Geräusche machenden Utensilien füllen und verkleben. Dann kann mein Enkel damit "Musik machen", bzw. wir können eine Art Hörmemory daraus basteln…Mal sehen....