Haftkleber - Klebepunkte selbst gemacht



Für's Kartenbasteln gibt es überall "Klebepunkte" zu kaufen, bei denen ich mir dachte: Hmm... das müsste man doch aus Haftkleber selbst machen können ... Jetzt bin ich endlich dazu gekommen, das Ganze auszuprobieren und siehe da - es hat funktioniert. Verzögert wurde das Ganze allerdings dadurch, dass ich selbst noch nie "Klebepunkte" in der Hand hatte. Also musste ich mir erst einmal welche bestellen, um sie hinterher mit meinen Selbstgemachten zu vergleichen.

Zum besseren Verständnis: Haftkleber ist der Kleber, den ihr als "Anlegemilch" für "Blattgold" bzw. eher "Schlagmetall" kennt. Eingesetzt wird er auch als Folienkleber und Bänder- und Kordelkleber. Dieser Kleber klebt erst dann, wenn er trocken ist. Das heißt, der Kleber wird aufgetragen und ist zuerst milchig. Nach einiger Zeit, wenn er trocken ist, wird er durchsichtig - dann wird das Schlagmetall oder die Folie daraufgedrückt - bzw. die Kordeln und Bänder damit befestigt.

Je nach dem, was er letzten Endes kleben soll, ist er nicht nur von der Konsistenz,  sondern auch von der Haftkraft her, unterschiedlich stark Das ist logisch, denn ein Kleber, der eine dicke Kordel festhalten soll, muss eine stärkere Klebekraft besitzen als einer, der nur einen Hauch von einer Folie kleben soll. Dementsprechend unterschiedlich fallen auch die selbstgemachten Klebepunkte aus.

So werden die Klebepunkte hergestellt:

Man nehme eine Folie (ich habe es auf einer alten Verpackungsfolie und auf einem "leergeräumten" Stickerbogen ausprobiert - der Stickerbogen funktionierte am Besten) und setze mit dem Haftkleber Punkte auf, die man dann trocknen läßt. Und schon hat man seine Klebepunkte :-) Verwendet man sie nicht sofort, sollten sie mit einer zweiten Lage Folie oder Stickerpapier abgedeckt werden, zum einen, damit sie nicht zu sehr austrocknen und ihre Klebekraft nicht verlieren - zum anderen, damit sie nicht irgendwo festpappen, wo sie nicht hinsollen.

Abhängig vom verwendeten Kleber und von der Dicke bzw. Ausdehnung der Klebepunkt ist die Haftkraft unterschiedlich stark und eignet sich daher für unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten.

UHU 3-Deko Folienkleber und Artidee Metallicoll

Die Klebepunkte, die ich aus diesen beiden Klebern hergestellt habe, halten zwar - allerdings nur dann, wenn man sie direkt, nachdem sie durchsichtig geworden sind, weiterverwendet und die zu verklebenden Teile sehr fest aneinander drückt. Aber auch dann ist die Klebekraft nicht sehr stark. Für einen späteren Gebrauch aufheben, kann man diese Klebepunkte gar nicht. Schon nach einem Tag verlieren sie ihre Klebekraft.



Wesentlich besser sieht es mit diesen Klebern aus: Efcofix und Designfix (bei von Efco), TobiColor Haftkleber (von ToblerIdeen) und Metallic Effect Folienkleber (HobbyLine - von Kreul). Aus allen vier Klebern lassen sich Klebepunkte herstellen, die richtig gut kleben. Und, packt man sie zwischen zwei Folien, sind sie auch noch nach einer Woche einsatzfähig (vielleicht auch länger - aber ich habe das Ganze erst vor einer Woche ausprobiert und kann daher nichts dazu sagen).

Die Klebepunkte eignen sich, um leichte Gegenstände miteinander zu verbinden (ausprobiert habe ich Papier und Moosgummi). Man kann sie sehr gut beim Karten basteln und bei anderen Bastelarbeiten mit Papier einsetzen. Dafür nimmt man einfach mit dem Papier, dass man aufkleben möchte, die Klebepunkte von der Folie ab und drückt es dann auf das Hintergrundpapier. Dicke Klebepunkte lassen sich auch als Abstandshalter bei 3D-Bildern einsetzen.

Was nicht funktioniert: Unsichtbares Kleben von Transparentpapier (Vellum). Die Klebepunkte schimmern durch das Papier durch und sehen aus wie Fettflecken!

Fazit: Die selbstgemachten Klebepunkte sind nicht so gleichmäßig wie die gekauften, dafür aber wesentlich preisgünstiger! Außerdem kann man sie sich in jeder gewünschten Größe herstellen.

Falls du nun selbst Klebepunkte herstellst, wäre ein Feedback schön. Vielleicht können wir durch dich die Liste der "funktionierenden" Kleber erweitern. :-)

Bastelrezepte: 


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