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Gespeichert von Bastelfrau am 13 April 2014

Die Gefahr, sich bei der sachgemäßen Benutzung eines der modernen Prägegeräte wie Grand Calibur, Double Do, Big Shot, Magic Embosser, Cuttlebug, Cricut und wie sie alle heißen, zu verletzen, ist nach wie vor sehr gering. Nicht verachten sollte man allerdings die Auswirkungen, die es bei unsachgemäßer Anwendung geben kann - wie ich unfreiwillig ausgetestet habe.

Ich habe zwei Prägegeräte, die Grand Calibur und die Double Do. Die Double Do fristet zur Zeit ein Mauerblümchendasein und wird nur noch vereinzelt herausgeholt. Anders sieht es mit der Grand Calibur aus: alleine dadurch, dass sie extrem leichtgängig ist, ist sie ständig im Einsatz.

Und das war auch der Grund, warum ich dachte, dass ich eine "gemütliche Stanz- und Prägestunde" mit meiner Tochter und meinem Enkel veranstalten könnten. Der kleine Mann ist zwei Jahre alt und half beim Stanzen und Prägen voller Begeisterung mit. Sowohl die Kraft als auch die Koordination waren da - wenn er auch das Kurbeln erst einmal ein bisschen üben musste - aber schließlich ist noch kein perfekter Bastler vom Himmel gefallen...

Alles ging gut, bis die Oma nicht richtig aufpasste und zwei Blatt Tonkarton in das "Schneide-Sandwich" packte. Zuerst ließ sich die Kurbel noch gut drehen, dann wurde es immer schwieriger, dann rutschte die Kurbel meinem Enkel aus der Hand und zack - hatte er sie auf der Nase. Der Schreck war groß - nicht nur bei dem Kleinen sondern auch bei Mama und Oma. Gott sei Dank ließ der Schmerz relativ schnell nach - es war nichts wirklich Schlimmes passiert. Doch auch wenn es weder einen Bluterguss noch eine gebrochene Nase gab, war der Schreck sehr groß und nicht zu unterschätzen! Das nicht mehr passierte, war aber reines Glück - es hätte auch anders ausgehen können, denn die Wucht, mit der die Kurbel "zurückschnalzte" war auf jeden Fall dafür geeignet, größeren Schaden anzurichten.

Die "gemütliche Stanz- und Prägestunde" ging also ohne meinen Enkel weiter. Obwohl nicht viel passiert war, war ich immer noch daneben - denn nur so lässt sich eigentlich erklären, dass ich beim "Präge-Sandwich" mit einem Prägefolder die falsche Prägeplatte nahm.

Vielleicht hast du ja die Sendung bei HSE24 gesehen, bei der Siri genau das gleiche passierte. Bei ihr blieb das "Sandwich" stecken - was unter Umständen die bessere Lösung sein kann. Bei mir ließ es sich nämlich mit viel Mühe durch das Gerät "nudeln". Am Ende angekommen, schoss dann allerdings der Prägefolder quer durchs Wohnzimmer. Gut, dass mein Enkel sich die weitere Prägeaktion vom sicheren Schoß seiner Mutter angesehen hat. Ich weiß nämlich nicht, was passiert wäre, wenn er im Weg gestanden hätte. Und gut, dass das Gerät nicht in Richtung Fernseher stand, denn dem hätte das auch nicht gut getan. Der Prägefolder schoß nämlich gut 3 Meter weit mit einem Knall ins Regal, dem dabei nichts passierte - früher stand da allerdings einmal unser Aquarium und ich denke, dem hätte das gar nicht gut getan.

Beides mal ist nicht viel passiert - weil ich Glück hatte. Aber es hätte auch anders kommen können. Eigentlich bin ich ja der Meinung, dass ich mit dem Gerät gut umgehen kann - und trotzdem habe ich einmal zu viel und zu dickes Papier und einmal die falsche Abdeckplatte verwendet. Es war reine Unachtsamkeit - die mir allerdings nicht noch einmal passieren wird. In Zukunft werde ich das Gerät nicht mehr "nebenbei" bedienen, sondern mich darauf konzentrieren, was ich tue....