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Holzhammer selbermachen

Gespeichert von Bastelfrau am 29 Oktober 2019
Holzhammer selbermachen

Bei dieser Bastelanleitung handelt es sich um eine sehr, sehr alte Anleitung. Damals ging es zum einen darum, dass der Holzhammer praktisch sein sollte, zum anderen sollte er aber auch nicht zu teuer sein. Also wurde er einfach selbstgemacht. Dafür wurden unter anderem T-Stücke von einer Gasrohrleitung verwendet, die es am günstigsten natürlich beim Alteisenhändler gab. Wie das heute aussieht, weiß ich leider nicht. Aber ich wollte euch diese Anleitung auf keinen Fall vorenthalten. Vielleicht kann der eine oder andere ja noch etwas damit anfangen.

 

 

Holzhämmer werden vor allen Dingen dann gebraucht, wenn es um Blecharbeiten geht. Er wird immer dann angewendet, wenn vermieden werden soll, dass das Schlagwerkzeug Spuren zurücklässt - wie zum Beispiel auf polierten Flächen - oder aber auch, um in das Blech weniger Spannung zu bringen als es mit einem Metallhammer geschehen würde.

 

 

Nachteil eines gewöhnlichen Holzhammers war zumindest früher der, dass er im Vergleich zu seiner großen Schlagfläche zu wenig zog, weil er zu leicht war. Es gab aber Holzhämmer, die bei geringer Schlagfläche an Zug dem Metallhammer gleichkam. Bei diesen war der Hammerkopf mit einem Ring von Eisen umgeben, um ihn schwerer zu machen. Derartige Hämmer waren käuflich zu erwerben, aber sie waren nicht gerade billig.

 

Also hieß es, einen Holzhammer selbst herzustellen. Dafür benötigte man einige T-Stücke von einer Gasrohrleitung, die man beim Alteisenhändler bekam. Bei diesen T-Stücken handelte es sich um kurze Rohre mit einem seitlich einmündenden Loch, die innen mit einem Gewinde versehen waren. Außerdem benötigte man als Stiel ein etwa 25 cm langes Stück altes 1/4"-Gasrohr mit Gewinde an einem Ende, das in das seitliche Loch des T-Stückes geschraubt wurde. Wenn das Gewinde im T-Stück zu groß war, so wurde ein Reduziernippel eingesetzt, bis der Stiel passte. Aus Weißbuchenholz wurden zwei kurze runde Stücke gefertigt, die in das T-Stück eingepasst und von beiden Seiten stramm hinein geschlagen wurde. Zweckmäßig gab man den beiden Hammerbahnen verschiedene Formen, eine flache und eine gewölbte.

 

Bild von bluebudgie auf Pixabay