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Gespeichert von Katja am 20 Juli 2014
Sprenkeln statt streichen

Nicht nur Farbe und Untergrund, sondern auch die Technik des Farbauftrags bestimmt, wie die Farben aussehen und wirken. Mit der Sprenkeltechnik anstatt eines klassischen Anstrichs lassen sich sehr ansprechende Wirkungen erzielen.

 

Grundanleitung

  1. Den Gegenstand grundieren.
  2. Die Zahnbürste nur mit den Borsten in die Farbe tauchen, über die zu bearbeitende Fläche halten und mit dem Finger so über die Borsten ziehen, dass die Farbe auf den Untergrund spritzt.
  3. Wer auf nassem Untergrund arbeitet, kann nun sofort noch Sprenkel mit anderen Farben setzen, bei trockenem Untergrund wartet man, bis die erste Schicht getrocknet ist.
  4. Gearbeitet wird so lange, bis das Ergebnis zufriedenstellend ist.

 

Tipps:

  • Es kann auf trockenen wie auch auf nassen Grundanstrichen gearbeitet werden. Dabei werden die Effekte total verschieden (siehe Bilder).
  • Nass in Nass sollten wegen der Trocknungszeit der Grundfläche nur kleine Stücken bearbeitet werden. Oder man verwendet eine Lasur auf Ölbasis, die langsam trocknet.
  • Die Sprenkeltechnik kann mit allen dünnflüssigen Farben ausgeführt werden.
  • Kleine Flächen werden mit einer alten Zahnbürste oder einem Stupfpinsel direkt bearbeitet.
  • Für größere Flächen und für Wände verwendet man zum Sprenkeln einen größeren Pinsel, der auf ein Kantholz in Richtung der Wandfläche geschlagen wird.
  • Entscheidend ist neben der geeigneten Farbkombination auch die richtige Konsistenz der Farbe. Eine zu dickflüssige Farbe lässt sich nicht gleichmäßig auf den Untergrund spritzen; ist sie zu dünnflüssig, können unkontrolliert große Tropfen auf der Fläche entstehen. Welche Konsistenz die richtige ist, bekommt man am besten durch das Testen an einem Übungsstück heraus.

Die Farbe wird durch gleichmäßiges, kräftiges Ziehen der Borsten auf die Grundfläche gebracht.

Auf trockenem Untergrund: Sprenkelschicht in hellem Blau

Nach dem Trocknen der ersten Schicht können noch weitere Sprenkelschichten aufgebracht werden. In diesem Fall wurde ein dunkleres Blau und zuletzt Weiß verwendet.

 

Auf noch nassem Untergrund: Hier wurde mit Dunkelblau und Silber auf eine hellblaue Grundfarbe gesprenkelt.

 

 Legt man dann auf den trockenen Untergrund eine Pappschablone, ...

... wird diese durch das Sprenkeln auf den Untergrund „gezeichnet“.