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Falsches Patent

Gespeichert von Bastelfrau am 12 Oktober 2018
Falsches Patentmuster

Falsches Patent sieht dem richtigen Patentmuster verblüffend ähnlich, hat aber den Vorteil, dass das Gestrickte nicht ganz so dick ist und man weniger Wolle benötigt. Gleichzeitig ist es für Anfänger sehr viel einfacher zu stricken, weil es nicht so aufwändig ist - so müssen zum Beispiel keine Umschläge wie beim echten Patent gearbeitet werden. Beide Seiten des Gestrickten sehen übrigens gleich aus, das heißt, dass es keine "schöne" oder "schönere" Seite gibt. Dadurch eignet es sich unter anderem für alle Strickteile, die von beiden Seiten gleich aussehen sollen und/oder elastisch sein sollen.

 

Obwohl das falsche Patent sehr elastisch ist, leiert es nicht so schnell aus. Besonders oft verwendet man das falsche Patentmuster für Schals, die dadurch eine schöne Rippenoptik bekommen. Die Rippenoptik sieht man schon nach einigen Reihen. Das Muster wird so genannt, weil es zwar wie das Patentmuster aussieht, es aber nicht das Patentmuster ist. Diese Schals sind für Frauen, Männer und Kinder geeignet. Gerade wenn es um die Anfertigung von Geschenken zu allen möglichen Anlässen geht, sind diese Schals eine tolle Idee, da sie in allen möglichen Farben und vielen Farbmustern gestrickt werden können, so dass für jeden etwas dabei sein sollte. Ganz besonders eignen sich die Schals natürlich als Weihnachtsgeschenk - passend zur kalten Jahreszeit.

 

Falsches Patent - Anleitung 1

Maschenanzahl teilbar durch 4. Strickschrift siehe unten links

1. Reihe: *3 M. re, 1 M. li*,
2. Reihe: *2 M. re, 1 M. li, 1 M. re*

Diese beiden Reihen werden wiederholt bis das Strickstück die gewünschte Länge hat.

Da sich die beiden Reihen ständig wiederholen, hat man sich das Muster schnell gemerkt und muss auch nicht mehr auf die Strickschrift schauen.

 

Falsches Patent - Anleitung 2

Maschenzahl ungerade. Strickschrift siehe unten rechts

1. Reihe *2 M. re, 2 M li*

Diese Reihe wiederholen, bis das Strickstück lang genug ist.

Info:
Die Maschen zwischen den beiden Sternchen werden bis zum Reihenende immer wieder wiederholt.
Für dieses Muster gibt es unterschiedliche Bezeichnungen - zum Beispiel "Flözbirnriegele" oder "Erdäpfelzeilen" ndern auch unterschiedliche Strickschriften - heraus kommt aber beiden das falsche Patentmuster. So ist es jedem selbst überlassen, welche der beiden Strickschriften ihm besser liegen.
In Kärnten strickt man das "Flözbirnriegele" oder die "Erdäpfelzeilen" (in der Strickschrift links), in der Steiermark strickt man ganz einfach die "Rippen" (in der Strickschrift rechts)

 

Strickschrift
In der folgenden Strickschrift sieht man zwei verschiedene Möglichkeiten, das falsche Patent zu stricken - links findet man die Strickschrift zur Anleitung 1, rechts zur Anleitung 2.

Erklärung zur Strickschrift