Direkt zum Inhalt

In meiner Jugend - und davor - hat jedes Mädchen schon in der Schule gelernt, wie man näht und flickt, Socken stopft und Knöpfe annäht. Dabei scheint es sich um "vergessene Künste" zu handeln, denn in vielen Schulen  - zumindest bei uns in NRW - wird Handarbeiten nicht mehr oder nicht mehr sehr intensiv unterrichtet. 

 

Man ging früher ganz generell vollkommen anders mit Kleidungsstücken um als jetzt. So gab es zum Beispiel die Sonntagskleidung, die praktisch nur zum Sonntagsspaziergang und bei Besuchen getragen wurde. Und auch die restliche Kleidung wurde in gut und nicht so gut aufgeteilt. Ging etwas kaputt, so wurden die Kleidungsstücke zuerst einmal geflickt. 

 

Dann geriet das Flicken vollständig aus der Mode - statt dessen wurde Kleidung, wenn irgendetwas damit nicht in Ordnung war, direkt weggeworfen. Heute ändert sich das wieder und das eine oder andere Kleidungsstück wird erst einmal wieder in Stand gesetzt. Deshalb findest du hier zum Teil ganz, ganz alte Flickanleitungen, die dir zeigen, wie man dies früher gemacht hat (Und natürlich wurde damals viel Wert darauf gelegt, dass man die Flickstellen möglichst nicht sieht), sowie neuere Anleitungen.

 

Das Flicken und Stopfen bietet nämlich zwei große Vorteile:

 

1. Es ist nachhaltig. Alles, was wir flicken und stopfen, anstatt es einfach wegzuwerfen, trägt dazu bei, Ressourcen zu schonen. Gerade die Bekleidungsindustrie trägt im großen Maße zu Umweltverschmutzung und Verschwendung bei und die Arbeiter/innen die in Drittländern unsere Kleidung produzieren, müssen zu einem großen Teil unter absolut elenden Arbeitsbedingungen leiden.

 

2. Gerade in Zeiten, in denen es uns wirtschaftlich nicht ganz so gut geht, können alte, längst vergessene "Flick- und Stopfkünste" vielleicht dabei helfen, denen einen oder anderen Euro zu sparen.

 

Noch ein Rat zum Schluss: Man sollte mit dem Flicken von Strümpfen und Kleidung nicht erst dann anfangen, wenn das Loch schon sehr groß ist, denn ein kleiner Schaden ist schneller ausgebessert und weniger sichtbar als ein großer Flicken.

Jackenärmel flicken

Gespeichert von Bastelfrau am 18 September 2019
Jackenärmel flicken

Auch bei Rockärmeln (Jackenärmeln) beobachten wir, dass der Rand durch tägliches Tragen schadhaft wird und mit der Zeit nach einer Reparatur verlangt. 

Handschuhe ausbessern

Gespeichert von Bastelfrau am 11 September 2019
Handschuhe ausbessern

Gewirkte Handschuhe, die an den Fingerspitzen schadhaft wurden, werden mit feiner Nähnadel und Nähseide sorgfältig auf der Kehrseite gewibelt. 

Das Ausbessern von Netzhemden

Gespeichert von Bastelfrau am 6 September 2019
Ausbessern von Netzhemden

Die Abbildung oben zeigt, wie man ein Netzhemd flickt - genauer gesagt zeigt es den Flicken im Netzstoff.

Die Maschinenstopfe in Leinen

Gespeichert von Bastelfrau am 5 September 2019
Die Maschinenstopfe in Leinen

Das unten stehende Bild veranschaulicht eine Maschinenstopfe, die einen Längsriss ausbessert. Das einmalige Stopfen ist in diesem Falle genügend.

Das Stopfen von Gardinen

Gespeichert von Bastelfrau am 30 August 2019
Das Stopfen von Gardinen

An dieser Stelle soll auch das Stopfen von Gardinen erörtert werden. Die unten stehende Abbildung zeigt uns einen Riss in einer Gardine. 

Die Handstopfe in Leinen

Gespeichert von Bastelfrau am 24 August 2019
Die Handstopfe in Leinen

Solange noch kein Loch entstanden und die zu stopfende Stelle nur fadenscheinig ist, ist das Stopfen sehr leicht auszuführen.

Seide und Samt stopfen

Gespeichert von Bastelfrau am 21 August 2019
Seide und Samt stopfen

In Drogerien, oft auch in Kurzwaren- und Modeartikel-Geschäften wird ein besonderes Heftpflaster "Flicke mit Hitze" verkauft, das uns in verzüglicher Weise aus der Not hilft, wenn ein Riss in Samt

Flicken und Stopfen abonnieren