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Gespeichert von Merue am 8 Dezember 2019
Saumnaht

Man kann sie auf zweierlei Art ausführen; entweder mit einer oder mit zwei Nählinien.

 

Man legt die eine Schnittkante zum Saum nach rechts (die Breite richtet sich nach Stoffart und Anwendung) und schiebt den zweiten Stoffteil mit der offenen Kante so in den Saum, dass die rechten Stoffseiten aufeinander liegen, und steppt den Saum knappkantig.

 

Bei der zweiten Art legt man die rechten Stoffseiten übereinander und lässt die untere Kante zweimal nahtbreit vorstehen. Man näht zunächst nahtbreit von der zurückliegenden Kante, legt dann die überstehende Kante zum Saum, so dass die erste Nählinie gedeckt ist, und näht knappkantig oder säumt mit der Hand gegen. Diese Naht liegt nicht flach auf, sie ist hochstehend.

Saumnaht 2. Art (linke Seite)

 

Sie wird angewendet zum Verbinden von glatten und gekräuselten oder gefälteten Stoffteilen mit geraden Kanten. Die erste Art mit einer Nählinie erspart Garn und wird in der Konfektion ausgeführt.