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Was man über Markisenstoffe wissen sollte

Gespeichert von Bastelfrau am 8 März 2019
Blick in den Garten

Der Winter ist fast vorbei und so langsam wird es Zeit, sich mit dem Sonnenschutz für Fenster und Terassen, Wohnwagen und Sonnensegel zu kümmern. Das eine oder andere muss ausgetauscht werden, andere Sachen werden komplett neu genäht. Natürlich eignet sich Markisenstoff dafür am besten, allerdings sollte man ein bisschen etwas über diesen Stoff wissen, damit das Nähen nicht zur Herausforderung wird und die fertigen Teile später wirklich ihren Zweck erfüllen.

 

Damit man an Markise, Sonnensegel und Co. viel Freude hat, muss der Markisenstoff verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört ein ordentlicher UV-Schutz, der Stoff muss wasserabweisend sein und eine Anti-Schimmel-Beschichtung haben. Die Farben sollten eine hohe Lichtechtheit besitzen, damit sie in der Sonne nicht ausbleichen. Der Stoff sollte blickdicht sein und waschbar. Wichtig ist auch, dass sich der Stoff gut spannen bzw. aufrollen lässt und dass er bei plötzlichem Druck, der zum Beispiel durch Windböen verursacht wird, nicht zerreißt.

 

Markisenstoffe sind in verschiedenen Breiten - bis zu 320 cm breit - erhältlich und bestehen meist aus Polyacryl oder Polyester. Wenn vom Stoff etwas übrig bleibt (oder man direkt etwas mehr kauft) können aus den Resten noch passende Bezüge für die Gartenmöbel oder eine stabile Strandtasche nähen. Stoff4you macht es uns einfach, die richtige Menge an Markisenstoff zu kaufen, denn dort gibt es nicht nur Markisenstoff Meterware, sondern auch einen Markisentuch- und einen Segeltuch-Konfigurator sowie einen Zuschneideservice.

 

Wer auf Kunsthandwerkermärkten, Stadtfesten und Basaren seine selbst hergestellten Schätze verkauft und sich einen Marktstand selbst bauen möchte, kann die Dächer und Seitenteile aus Markisenstoff herstellen. Dafür eignet sich PVC-beschichteter Markisenstoff sehr gut, da diese Stoffe wasserdicht sind.

 

Tipps und Tricks für das Nähen von Markisenstoff

  • Beim Nähen sollte man darauf achten, dass das Garn UV-beständig, wetterfest und reißfest ist.
  • Markisenstoff ist relativ steif und störrisch. Man sollte deshalb darauf achten, dass man genug Platz rund um die Nähmaschine hat. 
  • Die Nahtzugaben eher üppig bemessen - 20 bis 25 mm sollten es schon sein. Beim Hohlsaum sollte die Breite ca. 25 bis 45 mm betragen.
  • Obwohl ich auf der einen oder anderen spezialisierten Webseite gelesen habe, dass für das Nähen von Markisenstoff eine (oder sogar mehrere) Industrienähmaschine erforderlich wäre, habe ich noch mehr Einträge in Foren gefunden, in denen die Leute schreiben, dass sie ihre Markisen mit ihrer ganz normalen Haushaltsnähmaschine genäht haben. Verwendet wurde dabei meist eine Jeansnadel.

 

Pflege der Markisenstoffe

  • Losen Schmutz regelmäßig mit einer weichen Bürste entfernen.
  • Für die feuchte Reinigung nur klares Wasser oder einen speziellen Reiniger für Markisenstoff verwenden.
  • Auf die Imprägnierung achten und diese in regelmäßigen Abständen erneuern.
  • Markisen nach Möglichkeit nur im trockenen Zustand einfahren.
  • Im Winter eine Schutzhülle für Markisen verwenden.

 

Bild: neurolle - Rolf / pixelio.de