Direkt zum Inhalt

Wichtig!

Diese Information ersetzt keinesfalls einen Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker oder eine Beratung in einer Apotheke! Durch die Inhalte dieser Seite können weder Diagnosen gestellt werden, noch eine Heilbehandlung eingeleitet werden.

Bei vielen der Artikel, Tipps und Tricks handelt es sich um Rezepte, die schon mehr als 100 Jahre alt sind. Sie sind daher nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand.

Gespeichert von Bastelfrau am 14 Februar 2020
8 Anwendungsformen und Zubereitungsarten von Heilkräuter

Man kann Heilkräuter in ganz unterschiedlichen Formen anwenden. Sie lassen sich unter anderem zu Pflanzensaft oder Kräutertee verarbeiten, man kann Extrakte verwenden oder sie als Umschläge einsetzen. Es gibt Möglichkeiten über Möglichkeiten, die sich ganz nach unseren Bedürfnissen und Beschwerden richten.

 

 

 

Anwendungsarten

1. Als reinen Pflanzensaft, indem man die frisch zerschnittenen Blätter, Blüten und Wurzeln zu Brei stampft und den Saft durch ein Leinentuch presst. Dieser Saft lässt sich nicht aufheben, sondern muss frisch getrunken werden. Er wird zum Beispiel bei Frühlingskuren hergestellt und sofort genossen. Alternativ dazu kann man Pflanzensäfte aber auch fertig kaufen.

 

2. Als Tee. Dabei gibt es drei verschiedene Möglichkeiten der Zubereitung:
a) als Absud: man wirft die vorgeschriebene Teemenge in siedendes Wasser und lässt sie 5 Minuten kochen.
b) Als Aufguss: man übergießt die Teemenge mit kochendem Wasser und lässt den Tee 5-10 Minuten ziehen - dies ist die häufigste Zubereitungsform
c) als Abkochung: man übergießt eine Teil Tee mit zehn Teilen kaltem Wasser, erwärmt das Ganze über ca. 30 Minuten,  bringt es dann zum Sieden und lässt es 5 Minuten kochen. Dies macht man zum Beispiel bei Wurzeln und Rinden.

 

3. Als Tinktur: Das Heilkraut wird mit Weingeist übergossen und bei Zimmertemperatur eine Woche ausgezogen. Die Tinktur kann man erst verwenden, wenn sie klar ist.

 

4. Als Extrakte: Extrakte sind eingedickte Auszüge aus Pflanzensäften. Mit Zucker und Honig zubereitet wird das Ganze dann zum Sirup.

 

5. Als Kräuterbäder: Hierfür kommen Kräuter wie Kamille, Eichenrinde, Heublumen, Thymian, Lavendel oder  Fichtennadeln in Betracht. Man bindet 1/4-1 Kilogramm Kräuter in Säckchen, brüht sie mit 4 Liter kochendem Wasser auf und setzt die durchgeseihte Brühe dem Badewasser zu.

 

6. Als Umschläge: Man überbrüht die Kräuter in einem Leinensäckchen und legt sie - natürlich etwas abgetropft und vor allen Dingen auch etwas abgekühlt - bei Rheuma, bei Quetschungen und Schwellungen warm auf. Man verwendet dafür unter anderem Arnika, Kamille, Salbei, Boxhornklee und Leinsamen.

 

7. Als Heublumenwickel und Haferstrohwickel.

 

8. Als Kräutermantel: Man verdampft über glühender Kohle oder Asche zum Beispiel Wacholderbeeren oder Tannengrieß, setzt sich auf einen Stuhl darüber und hüllt sich dabei so in eine große Wolldecke, dass aus diesem Kräuterdampfbad die Dämpfe nicht entweichen, sondern um den Körper streichen. Dieses alte Rezept soll vor allem für Gicht, Rheuma und auch Erkältungen helfen. Alternativ dazu kann man auch eine Schüssel mit sehr heißem Wasser und Kräutern verwenden. Aber Achtung: Bei beiden Anwendungsweisen vorsichtig sein, damit ihr euch nicht verbrennt oder verbrüht.

 

Bild von Shirley Hirst auf Pixabay