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Diese Information ersetzt keinesfalls einen Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker oder eine Beratung in einer Apotheke! Durch die Inhalte dieser Seite können weder Diagnosen gestellt werden, noch eine Heilbehandlung eingeleitet werden.

Bei vielen der Artikel, Tipps und Tricks handelt es sich um Rezepte, die schon mehr als 100 Jahre alt sind. Sie sind daher nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand.

Birkensaft

Gespeichert von Bastelfrau am 10 Juli 2019
Birkensaft

Birkensaft ist seit alters ein beliebtes Hausmittel, dem etliche gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt werden. Er soll sowohl bei Gicht und Rheuma als auch bei Haarausfall, gegen Cellulite und Hautunreinheiten sowie bei Nieren- und Blasenleiden helfen. Es soll entzündungshemmend und cholesterinsenkend sein und eine entgiftende und entschlackende Wirkung haben. Die Äbtissin Hildegard von Bingen erwähnt ihn bereits in ihren Schriften aus dem 12. Jahrhundert. Allerdings: Nichts davon ist bisher wissenschaftlich belegt. 

 

Wenn im Frühjahr der Saft in den jungen Birken steigt, gewinnt man durch Einschnitte in die Rinde den freiwillig ablaufenden Birkensaft, der in dieser Zeit besonders kräftig ist. Er enthält neben Frucht- und Traubenzucker saure und neutrale Saponine. Dem Kalksalz des sauren Saponins wird die harntreibende Wirkung zugeschrieben, die bemerkenswerterweise ohne Reizung der Nieren erfolgen soll. Aus diesem Grunde findet der Saft Anwendung bei Nieren- und Blasenleiden, bei Katarrhen der Blase und des Nierenbeckens; auch bei Blasen- und Nierenschmerzen, sowie bei Darmverhaltung kann er vorteilhafte Anwendung finden.

 

Da die Wirkung auf die Nieren einerseits mit einer Verminderung der Eiweißausscheidung im Harn und andererseits mit einer vermehrten Ausfuhr von Harnsäure verbunden ist, so fallen auch Krankheiten wie Gicht und ähnliche unter die Heilanzeigen. Bei Neigung zu Gicht und Rheumatismus und auch bei Neigung zu Steinbildung in Nieren und Blase ist Birkensaft von günstiger Wirkung. Natürlich darf dabei nicht alles vom Birkensaft allein verlangt werden. Erfolgt nicht gleichzeitig auch eine Umstellung der Ernähungsweise, so kann nur mit einem vorübergehenden Erfolg gerechnet werden. Ein Organismus, dessen Harnsäurestoffwechsel gestört ist, darf nicht mit harnsäurebildender Nahrung weiter überschwemmt werden. Wie sehr auch Schlachtbraten, Schnitzel und Metzelsuppen beliebt sind, in diesem Fall muss weitgehend darauf verzichtet werden zu Gunsten von möglichst viel Gemüse und Obst. 

 

Aber Achtung!

Bei Ödemen in Folge von Herzschwäche oder Niereninsuffizienz sowie bei Darmentzündungen sollte auf den Birkensaft verzichtet werden, da er Saponine enthält, die in diesen Fällen Schaden anrichten könnten.