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Gespeichert von Bastelfrau am 22 September 2015
Grünbelag-Entfernung - Chemie oder Mechanik?

Eigentlich ist es vollkommen egal, ob die Einfahrt mit Sandstein oder die Terrasse mit Betonwerkstein gepflastert ist - mit der Zeit bildet sich ein Grünbelag darauf, der nicht nur unschön ist, sondern auch gefährlich werden kann, denn bei Regen und Nässe werden die Steine unter Umständen richtig glatt. Das kann auf Außentreppen fatal sein - wie ich bereits am eigenen Leib erfahren musste.

 

Will man den Belag entfernen, hat man verschiedene Möglichkeiten. Mein Mann holt zum Beispiel ganz gerne den Hochdruckreiniger heraus, verwendet aber von Zeit zu Zeit auch Grünbelagentferner aus der Flasche. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

 

Hochdruckreiniger

Der Vorteil vom Hochdruckreiniger ist ganz klar: Man benötigt keinerlei Reinigungsmittel oder andere Chemikalien, sondern nur Wasser und das Gerät. Das hört sich zuerst einmal sehr gut an - man sollte aber bedenken, dass auch Wasserverschwendung nicht umweltfreundlich ist (ein Hochdruckreiniger bläst schon mal 500 l Wasser in der Stunde heraus). Dazu kommen die Anschaffungkosten, die bei 50 Euro anfangen, aber gerne auch mal 750 Euro betragen können. Wie immer gibt es hier große Preis- und Verbrauchsunterschiede. Und: Auch die Stromkosten sollte man nicht vernachlässigen.

 

Grünbelag Entferner

Bei Grünbelag Entferner handelt es sich um Chemie. Leider ist es übers Internet gar nicht so einfach, herauszufinden, womit man es zu tun hat. Von 10 Grünbelag-Entfernern habe ich gerade drei mal einen Hinweis darauf gefunden, womit ich es zu tun habe. Besonders "gelungen" fand ich diesen Hinweis: "Zusammensetzung: Biozider Wirkstoff, waschaktive Substanzen". Einmal fand ich den Hinweis, dass es sich um Benzalkoniumchloride und Wasser handelt. Was sich erst einmal so gefährlich anhört, ist ein Stoff, mit dem wir fast täglich in Berührung kommen. Benzalkoniumchlorid ist ein Mittel gegen Bakterien, Hefe, Algen und Pilze und wir kennen es aus Desinfektionsmitteln und Putzmitteln wie zum Beispiel Sagrotan. Die Verwendungsmöglichkeiten sind aber noch wesentlich vielfältiger, so findet es sich auch im medizinischen Bereich in Desinfektionsmitteln für Haut und Schleimhaut, als Konservierungsmittel von Nasen- und Augentropfen, aus dem Schwimmbad und im Grünbelag Entferner. Auch wenn es sich im Prinzip um einen Stoff handelt, mit dem wir täglich zu tun haben, ist natürlich Vorsicht geboten. Es darf nicht in die Augen gelangen oder verschluckt werden.
Die Vorteile von Grünbelag Entfernern ist aber auf jeden Fall, dass sie sehr bequem sind und der Effekt lange (bis zu einem Jahr) anhält. Will man Moos entfernen, sprüht oder pinselt man das Mittel im Idealfall einfach auf und lässt es mindestens 24 Stunden einwirken - fertig.

 

Erfahrungen

Da ich nicht unbedingt diejenige in der Familie bin, die sich um die Terrassensteine und die Einfahrt kümmert, habe ich meinen Mann gefragt, was er denn immer so macht und wie das Ganze dann aussieht. Er konnte mir direkt ein Beispiel zeigen, bei dem man sofort vergleichen kann:

Auf diesem Bild sieht man oben den ursprünglichen Zustand, unten die Steine, nachdem sie mit Grünbelag-Entferner bearbeitet wurden.

Hier sieht man dagegen die Steine, die mit dem Hochdruckreiniger bearbeitet wurden. Hier arbeitet sich das Moos schon wieder ein bisschen vor. Beides wurde vor ca. 4 Wochen gemacht.

 

Man sieht also, dass sowohl Hochdruckreiniger als auch Grünbelagentferner ihre Vor- und Nachteile haben.