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Worauf Gärtner bei der Fruchtfolge achten sollten

Gespeichert von Sarah am 8 Mai 2014
Worauf Gärtner bei der Fruchtfolge achten sollten

Wer Nutzpflanzen in seinem Garten ziehen und dabei auch über Jahre erfolgreich sein möchte, sollte die Fruchtfolge und den Anbau nach den Bedürfnissen der unterschiedlichen Pflanzen planen. Jede Art entzieht dem Boden unterschiedlich stark Nährstoffe und begünstigen bestimmte Parasiten oder Unkraut. Wenn Gärtner die Fruchtfolge nicht anhand dieser Eigenarten planen, sinkt der Ertrag im Laufe der Zeit beträchtlich.

 

Richtlinien zur Fruchtfolge

Gärtner unterscheiden zwischen Haupt- und Nebenkulturen. Die Hauptkulturen wachsen nur langsam und benötigen deswegen mehrere Monate Zeit beim Anbau. Ein grober Richtwert für diese Kulturen ist, dass jede Pflanzenart einer bestimmten Familie maximal in einem dreijährigen Abstand aufeinanderfolgen sollte. Unterschieden wird bei den Pflanzenfamilien zwischen:

  • Doldenblütler wie Möhren und Sellerie
  • Gänsefußgewächse wie Spinat und Mangold
  • Korbblütler wie Kopfsalat, Chicorée und Endivien
  • Kreuzblütler wie alle Kohlarten
  • Kürbisgewächse wie Gurke, Zucchini und Melone
  • Liliengewächse wie Zwiebel, Knoblauch und Lauch
  • Nachtschattengewächse wie Tomate, Kartoffel und Paprika
  • Schmetterlingsblütler mit Erbsen und Bohnen

Bei ihnen ist es besonders wichtig, dass mindestens zwei Jahre vergehen, bevor sie erneut angepflanzt werden. Ist der Boden nicht besonders gut für die Pflanzenart geeignet, empfehlen sich sogar vier Jahre Abstand.

 

Die Auswahl ist jedoch groß genug, um einen jährlichen Wechsel einzuplanen. Etwas schwieriger wird die Planung durch Vor- und Nachkulturen. Neben der Pflanzenfamilie sollte hier nämlich ebenfalls der Nährstoffbedarf der Pflanzen berücksichtigt werden. Starkzehrer wie Kohl, Sellerie und Kartoffeln sollten nach Möglichkeit nicht aufeinanderfolgen. Im Optimalfall wechseln sie sich mit Schwachzehrern wie Bohnen, Erbsen, Kopfsalate, Möhre oder Zwiebel ab. Tomate, Gurke, Lauch und Kohlrabi gehören zu den Pflanzen mit einem mittelstarken Nährstoffbedarf und können ohne Probleme aufeinanderfolgen.

 

Wer Vor- und Nachkulturen mit einer Gründung ersetzt, kann die Bodenqualität weiter verbessern. Auch hier ist es für den Boden jedoch schädlich, wenn die gleichen Pflanzenfamilien aufeinanderfolgen. Deswegen sollten Lupinen, Klee, Wicken niemals auf Erbsen und Bohnen folgen und Gelbsenf, Ölrettich oder Winterraps nicht auf einem Kohlbeet gepflanzt werden.