Fleischersatz selbst gemacht - im Backofen



Als eine meiner Töchter eines Tages beschloss, sich nur noch vegetarisch zu ernähren, musste irgendein Fleischersatz her. Damit sie nicht auf ihre Lieblingsgerichte verzichten musste, versuchten wir nun, einen Fleischersatz mit Weizenkleber herzustellen. Den ersten Versuch haben wir schon lange hinter uns. Entstanden ist dabei ein "Fleischersatzklotz", den ich überwiegend zu falschen Hackfleisch verarbeitet und für unterschiedliche Gerichte verwendet habe. Hier aber erst einmal das "Grundrezept", nach dem man sehr einfach und problemlos einen Fleischersatz (Saitan) herstellen kann.

Zutaten:

  • 500 g Weizenkleber 
  • 600 ml Wasser
  • 250 g Mozzarella
  • 75 ml Öl
  • 2 EL Gewürzmischung (Ich habe Grill-Steak-Gewürz verwendet - aber man kann auch jede andere, auch selbstgemachte Gewürzmischung verwenden)
  • 1 1/1 EL Salz
  • 5 EL Hefeflocken

Zubereitung:

  1. Mozzarella, Öl, Wasser, Salz, Hefeflocken und Gewürz im Mixer oder mit dem Pürierstab ordentlich klein machen. (Es muss wirklich sehr klein gemacht werden - bis es schon schaumig wird.)
  2. Dann den Weizenkleber dazugeben und sofort kräftig durchkneten. Auch hier muss "ordentlich" gearbeitet werden, damit das Ganze eine homogene Masse wird. 
  3. Die Masse in eine Backform füllen und mit einem Stück Alufolie abdecken. 
  4. Den Backofen auf 150 °C vorheizen und die Fleischersatzmasse darin 2 Stunden garen.
  5. Aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen. Aus der Form nehmen und in Alufolie einpacken.

 

Der Fleischersatz hält sich so mehrere Tage im Kühlschrank und kann zu verschiedenen Gerichten weiterverarbeitet werden:

  • Es kann zum Beispiel in der Küchenmaschine in falsches Hackfleisch verwandelt werden. Dafür habe ich eine dicke Scheibe abgeschnitten und in ca. 2 cm große Würfel geschnitten. Dann habe ich das Ganze mit der Küchenmaschine (mit dem Messereinsatz) klein gemacht. Beim ersten Versuch dachte ich zeitweise, dass es nicht wirklich funktionieren würde, denn trotz Küchenmaschine dauerte es recht lange, bis der Fleischersatz die Konsistenz von Hackfleisch hatte.
  • Dieses Hackfleisch habe ich mehrmals gemacht und dann zu verschiedenen Gerichten weiterverarbeitet, nämlich zu Bolognesesauce, zu vegetarischer Lasagne und einmal habe ich es einfach als Hackfleischersatz für ein "Tütengericht" verwendet.
  • Dabei habe ich alle drei Gerichte so wie immer gekocht - einzig mit dem Unterschied, dass ich den Fleischersatz statt Hackfleisch verwendet habe.
  • Bei einem weiteren Versuch habe ich eine dicke Scheibe in Würfel geschnitten und als Fleischersatz beim Curry verarbeitet. 
  • Meine Tochter fand das Curry ganz annehmbar, von der Sauce Bolognese war sie erfreut und bei der vegetarischen Lasagne meinte sie, dass es fast wie "früher" schmecken würde.
  • Auch der Rest der Familie war mit den Gerichten ganz zufrieden - mit Ausnahme von mir. Irgendetwas stört mich am Geschmack - ich vermute, dass es die Hefeflocken sind. Vielleicht probiere ich irgendwann einmal ein anderes Rezept.

 

Tipp:

  • Weizenkleber ist auch unter dem Namen Weizengluten, Glutenmehl oder Saitan erhältlich.



 

Bild:  Dörthe Huth  / pixelio.de

 

Buchtipp:

 

Kreative Küche: 


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