Knoblauch – Kontroverse in der Küche



„Vieles kann ich ertragen. Die meisten beschwerlichen Dinge duld' ich mit ruhigem Mut, wie es ein Gott mir gebeut. Wenige sind mir jedoch wie Gift und Schlange zuwider; viere: Rauch des Tabaks, Wanzen, Knoblauch und das Kreuz!“

Johann Wolfgang von Goethe

Doch selbst Goethe musste auf einer Frankreichreise eingestehen, dass viele Gerichte aus dem Mittelmeerraum ihre Schmackhaftigkeit erst durch das Zwiebel- und Lauchgewächs (Alliaceae) erhalten.

Kaum eine Zutat ist umstrittener als Knoblauch. Während die einen ihn lieben, ist er anderen ein Graus. Und selbst bei seinen Liebhabern kann er am nächsten Tag für Unwillen sorgen. Für Kontroversen sorgte er bereits, als Körper- und Mundhygiene weit weniger wichtig waren. So geriet er im Mittelalter in Verruf, weil er die Liebeslust anstachle und so unmoralisches Verhalten fördere. Seine Heilkraft galt jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt als unbestritten und Louis Pasteur belegte in der Mitte des 19. Jahrhunderts erstmals seine antibakterielle Wirkung auf wissenschaftliche Weise.

Welche Heilkräfte hat Knoblauch?
Knoblauch gilt als natürliches Antibiotikum, soll Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Thrombose verhindern können, krebshemmend wirken und die Leber schützen. Zu guter Letzt ist er auch in der Lage, Kontakt mit unliebsamen Personen zu beschränken. Ob Knoblauch tatsächlich gegen Vampire hilft, ist allerdings derzeit wissenschaftlich noch nicht belegt.

Welche Inhaltsstoffe hat Knoblauch?
Der Inhaltsstoff, der Knoblauch seinen typischen Geschmack (und Geruch) verleiht, ist Alliin. Alliin ist eine schwefelhaltige, nicht-proteinogene Aminosäure. Wird es im Körper zu Allicin umgewandelt, wirkt es antibakteriell. Noch dazu soll es sich hemmend auf das Tumorwachstum auswirken. Die verschiedenen Verbindungen, die aus Alliin außerdem noch entstehen können, sollen die positive Auswirkung auf das Herz-Kreislauf-System bewirken.



Wie viel Knoblauch ist gesund?
Das Problem bei den meisten Studien, die eine positive Wirkung belegen, ist die erforderliche Menge. Eine förderliche Wirkung lässt sich erst ab 4 g frischen Knoblauch am Tag erzielen – das entspricht zwei durchschnittlich großen Zehen. Wichtig dabei ist, dass er zerstoßen oder sehr klein geschnitten werden muss, damit die Wirkstoffe aktiviert werden. Dafür gibt es außer der sozialen Isolation keine Nebenwirkungen.

Wie lange riecht man nach Knoblauch?
Bei den angesprochenen zwei rohen Zehen kann der Geruch mehrere Tage anhalten und betrifft nicht nur den Mund, sondern den gesamten Körper.

Was kann man gegen Knoblauchgeruch tun?
Ein Glas Milch und das Kauen von Petersilie können den Geruch abschwächen. Viel Trinken und Schwitzen hilft außerdem dabei, den Knoblauch aus den Poren zu bekommen. Immerhin tritt ein gewisser Gewöhnungseffekt ein: Wer häufig viel Knoblauch isst, wird den Geruch durch das „Training“ schneller wieder los.

Dem Knoblauch die Schärfe nehmen
Ein Teil der Schärfe und des intensiven Knoblauchgeruches fällt weg, man die grünen Triebe aus der Mitte der Knoblauchzehen entfernt.  Dafür einfach die Knoblauchzehn durchschneiden und den Trieb mit einem Messerchen herausholen.

Damit Knoblauch nicht austrocknet
Kauft man eine Knolle Knoblauch, ist das oft schon zuviel. Man verbraucht nicht gleich allen Knoblauch und der Rest trocknet aus und wird weggeworfen. Das muss nicht sein! Damit die Knoblauchzehen nicht austrocknen, schält man sie und legt sie in Olivenöl. Sind die Knoblauchzehen nach einiger Zeit aufgebraucht, hat man noch ein pikantes Öl, das sich gut zum Kochen und Braten eignet. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe.

Kreative Küche: 


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