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Rosinen selber machen

Gespeichert von Bastelfrau am 23 Juni 2019
Rosinen selber machen

Kennst du das? Kaum sind Weintrauben auch nur ein kleines bisschen schrumpelig geworden, werden sie nicht mehr gegessen. Dann liegen sie noch zwei, drei Tage herum, fangen an zu schimmeln und dann werden sie weggeworfen. Darüber habe ich mich lange in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen geärgert. Jetzt ist allerdings Schluss damit. Ein Teil der schrumpeligen Weintrauben landet regelmäßig im Obstsalat, ein Teil wird im Mister Magic kleingemacht und landet im Joghurt oder Quark und der Rest wird zu Rosinen verarbeitet...

 

Das brauchst du:

  • Weintrauben

 

Und so wird's gemacht:

  • Die Weintrauben gut abwaschen. In der Regel sind sie gespritzt und haben auf der Haut noch eine Menge Pestizide. Danach vorsichtig, aber gründlich abtrocknen.

 

Dann werden die Weintrauben getrocknet. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

 

In der Sonne

An heißen Tagen kannst du die Weintrauben auf einem Papiertuch verteilen und dieses einfach in die Sonne legen. Falls die Sonne an diesem Tag nicht ausreicht, muss man die Weintrauben am nächsten Tag noch einmal in die Sonne legen.

 

Im Backofen

Ein Backblech oder besser noch den Gitterrost mit Backpapier auslegen. Die Weintrauben darauf verteilen und bei 50 °C in den Backofen geben. 
Der Trockenvorgang dauert mehrere Stunden. Man sollte aber trotzdem schon nach zwei bis drei Stunden das erste Mal nachsehen, ob die Rosinen schon fertig sind. Je nachdem, wie dick und saftig die Weintrauben waren, kann der Vorgang aber auch sieben bis acht Stunden dauern.

 

Im Dörrgerät

Die Weintrauben können direkt auf den Gittern des Dörrgerätes ausgelegt werden. Allerdings kann es dann passieren, dass Saft aus den Trauben tropft. Dadurch hat man später viel zu tun, wenn das Dörrgerät wieder sauber gemacht werden muss. 
Wenn es geht, sollte man also die Gitter mit Backpapier abdecken.
Auch der Trockenvorgang im Dörrgerät dauert einige Stunden. Wie lange genau hängt sowohl von der Dicke der Weintrauben als auch dem Dörrgerät ab.

 

 

Tipps und Tricks

  • Du kannst alle Sorten von Weintrauben dafür verwenden - egal ob rot, blau oder gelb. Und du kannst auch einfach von allen Sorten welche nehmen - je nach dem, was du gerade zur Hand hast.
  • Ich würde keine Weintrauben kaufen, um Rosinen daraus zu machen. Aber ich finde, dass es sich schon lohnt, aus liegengebliebenen Weintrauben Rosinen zu machen. Zum einen muss man die Weintrauben dann nicht wegwerfen und zum anderen weiß man ganz genau, dass die Rosinen nur aus Weintrauben bestehen und keinerlei Zusätze enthalten.
  • Ich habe mir vor einigen Jahren ein preisgünstiges Dörrgerät angeschafft, dass ich auch zum Trocknen von Weintrauben verwende. Als ich diese Rosinen gemacht habe, habe ich auf das Abdecken der Gitter verzichtet. Das kann mir heute nicht mehr passieren. Da ich ein rundes Dörrgerät besitze, schneide ich mir das Backpapier für die Gitter selbst zu. Wie genau das geht, siehst du im Rezept für Fruchtleder.
  • Übrigens würde ich mir heute kein rundes Dörrgerät mehr kaufen. Der Aufwand, das Backpapier zuzuschneiden, wäre mir einfach zu groß. Heute würde es also ein eckiges Dörrgerät werden, von denen es bei Amazon eine große Auswahl gibt.
  • Außer Weintrauben kann man natürlich auch viele andere Obstsorten, aber auch Gemüse trocknen und damit für lange Zeit haltbar machen. 
  • Wer mag, kann sogar die Gemüseschalen trocknen und später eine Gemüsebrühe daraus kochen, die dann als Grundlage für eine leckere Gemüsesuppen dienen kann.