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Zusätze im Kochsalz

Gespeichert von Sarah am 26 November 2017
Salz

Auch wenn Kochsalz häufig wie ein Naturprodukt wirkt, das keinerlei andere Zusätze enthält, ist dies in den seltensten Fällen tatsächlich so. Auch unabhängig von den Verpackungsangaben finden sich weitere Inhaltsstoffe im Speisesalz.

 

Rieselhilfe
Normalerweise ist Speisesalz hygroskopisch, nimmt also Stoffe und Feuchtigkeit aus seiner Umgebung auf. Das führt dazu, dass es feucht wird und verklumpt. Im Extremfall kann da Salz sogar einfach zerfließen. Das liegt jedoch nicht am Speisesalz selbst, sondern an leichten Verunreinigungen, die sich nicht vermeiden lassen und gesundheitlich völlig unbedenklich sind. Um das Verklumpen zu verhindern, werden dem Salz Stoffe wie Calciumcarbonat (Kalk), Magnesiumcarbonat, Aluminiumoxid, Silikate oder Natriumhexacyanoferrat und Kaliumhexacyanoferrat hinzugeführt.

 

Jod
Jod gilt nach wie vor als Jodmangelgebiet. Deswegen gibt es im Handel speziell jodiertes Tafelsalz zu kaufen. Da es jedoch auch in vielen Fertigprodukten ohne Mengenangabe verwendet wird und auch tierische Produkte in einem nicht abschätzbaren Maße Iod enthalten, wird Jodsalz inzwischen auch kritisiert. Klarheit über die eigene Jodaufnahme liefert nur ein Blutbild beim Hausarzt.

 

Fluor
Fluor soll in der Lage sein, Karies zu verhindern. Deswegen ist fluoridiertes Salz in manchen Ländern wie der Schweiz besonders beliebt. Auch in Deutschland nimmt es einen immer größeren Anteil am Markt ein. Inzwischen enthalten rund zwei Drittel aller in Deutschland verkauften Speisesalze Natrium- oder Kaliumfluorid und die förderliche Wirkung gilt inzwischen als bewiesen.

 

Folsäure
Ein Großteil der Deutschen soll außerdem mit Folsäure unterversorgt sein, weswegen es auch zunehmend mit Folsäure angereichertes Speisesalz im Handel zu kaufen gibt. Es lässt sich durch seine leichte Gelbfärbung von anderen Salzen unterscheiden. Folsäure zersetzt sich beim Erhitzen, sodass das Salz erst nach dem Kochen hinzugefügt werden sollte.

 

Nitrit
Natriumnitrit sorgt dafür, dass beim Pökeln die charakteristische Rotfärbung auftritt. Deswegen werden mit Natriumnitrit versetzte Speisesalze mit dem Namen „Pökelsalz“ gekennzeichnet. Es hat keine Auswirkungen auf den Geschmack sondern sorgt lediglich dafür, dass die entsprechenden Reaktionen ablaufen.