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Diese Information ersetzt keinesfalls einen Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker oder eine Beratung in einer Apotheke! Durch die Inhalte dieser Seite können weder Diagnosen gestellt werden, noch eine Heilbehandlung eingeleitet werden.

Bei vielen der Artikel, Tipps und Tricks handelt es sich um Rezepte, die schon mehr als 100 Jahre alt sind. Sie sind daher nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand.

Blondiermittel

Vor kurzem habe ich einige Tipps und Tricks zu den Haartönungen von Manic Panic und Directions mit euch geteilt, nun sind meine Tipps zum Thema Blondieren an der Reihe.

 

Bevor ihr euch die Haare selbst blondiert, solltet ihr euch unbedingt gut überlegen, ob ihr das nicht doch lieber in professionelle Hände geben wollt. Es hat nun mal einfach seinen Grund, warum Frisör ein Ausbildungsberuf ist. Der Frisör kann viel besser einschätzen, wie stark eure Haare bereits geschädigt sind, welche Pflege sie benötigen und welche Endfarbe bei euren Haaren möglich ist, ohne sie zu komplett kaputt zu machen. Wenn ihr trotz all der Warnung genauso unverbesserlich seit wie ich und euch und euren Haaren die Strapazen antun wollt, habe ich hier ein paar hoffentlich hilfreiche Tipps für euch!

  • Wenn ihr euch wirklich entscheidet eure Haare selbst zu blondieren, solltet ihr euch wirklich gut informieren. Gerade auch auf Youtube finden sich viele Videos von Fachleuten, die einem die Risiken und auch die Anwendung von Blondierungen erklären. Es finden sich aber auch viele Videos von Leuten, die einfach keine Ahnung haben. Ihr solltet bei den Videos als darauf achten, dass die Leute viel Erfahrung mit dem Blondieren haben und am besten auch als Frisör arbeiten.
  • Am besten sollt man sich so gut informieren, dass man sich zutraut Frisörsalonprodukte zu verwenden und auf die Aufheller aus den Drogeriemärkten zu verzichten. Diese sind nämlich schädlicher für das Haar und werden oft nicht so gleichmäßig, dafür aber oft gelbstichig. Daher ist es besser, wenn ihr ein bisschen mehr Geld investiert und qualitativ hochwertige Produkte kauft, die für den Frisörbedarf bestimmt sind. Dazu braucht ihr auf jeden Fall einen Entwickler und ein Blondierpulver. Ich habe für meine Blondierung das Blondierpulver Blondor von Wella mit dem dazu gehörenden Entwickler Welloxon mit 6% verwendet und war damit sehr zufrieden.
  • Ihr solltet eure Haare (gerade wenn die Kopfhaut berührt wird) nicht mit mehr als 6% Entwickler behandeln! Mit einem höheren Entwickler erhöht sich die Gefahr für Verbrennungen und die Haare gehen viel schneller kaputt. Daher lieber zwei mal mit 6 % Entwickler blondieren als einmal mit 12 %. Aber zwischen den Anwendungen solltet ihr den Haaren eine Pause gönnen und möglichst lange warten.
  • Generell solltet ihr euren Haaren eine ordentliche Pflege gönnen, sowohl vor, nach und während des Blondierens. Viele Frisörsalons schwören seit einiger Zeit auf Olaplex. Da dies als Normalverbraucher aber schwierig zu bekommen und außerdem unglaublich teuer ist, empfehle ich stattdessen Keraphlex. Obwohl beide Systeme die gleichen Anwendungsschritte beinhalten, funktionieren sie auf verschiedene Weise. Da Keraphlex aber deutlich günstiger ist und man damit ähnliche und manchmal sogar bessere Ergebnisse erzielt, habe ich mich dafür entschieden und kann es nur empfehlen.
  • Den folgenden Tipp habe ich zwar nicht selbst ausprobiert (weil ich mich an einer Balayage-Technik versuchen wollte, bei der es mir hinderlich vorkam), aber ich habe im Internet gelesen, dass es wahre Wunder wirken soll, die Haare die Nacht vorher mit Kokosöl einzuschmieren und das Öl beim Blondieren drin zu lassen. Generell gilt es, die Haare ca. 2 Tage vor dem Blondieren das letzte Mal zu waschen, damit die natürliche Fettschicht des Haares sie vor der Blondierung schützt.
  • Wenn ihr eure Haare blondiert solltet ihr auf metallische Gegenstände verzichten. Besorgt euch eine Plastikschüssel zum Mischen, einen Plastikfärbepinsel, Plastik-Haarspangen und gegebenenfalls eine Plastikschüssel oder einen Plastikbecher und einen Plastiklöffel zum Abmessen der verschiedenen Komponenten.

    Haare selber blondieren

  • Bei dem Blondierprozess hilft es ungemein, wenn man die Haare vorher in verschiedene Teile abtrennt. Eine Anleitung für das Richtige abtrennen findet man auch auf der Seite von Paul Mitchell.
  • Außerdem sollte man darauf achten, dass man den Haaransatz nicht zuerst blondiert, sondern erst zum Schluss. Durch die Wärme die von der Kopfhaut ausgeht werden die Haare am Haarsansatz nämlich schneller blondiert als der Rest der Haare.
  • Nach dem ihr eure Haare erfolgreich aufgehellt habt, solltet ihr die Haare noch Abtönen. Auch diese Tönungen findet ihr in großer Anzahl in Läden für Frisörbedarf. Dabei solltet ihr euch auch im Klaren sein, ob euch eher ein kühler oder ein warmer Ton steht. Eine Erklärung der verschiedenen Farbbezeichnungen von Wella und Loreal findest du hier.
  • Bevor ihr euch schlussendlich entscheidet eure Haare zu blondieren, noch ein Pro-Tipp von mir: guckt euch Videos von schlecht gelaufenen Blondierungen bei Youtube an! Nur so könnt ihr einschätzen, ob euch das Risiko wirklich eingehen wollt. Der Anblick von büschelweise abgebrochenen Haaren und Haaren, die nicht mehr von alleine trocknen wollten, hat mich erst mal dazu gebracht, noch weitere zwei Wochen zu warten. Außerdem ist es auch unterhaltsam und man ist mit seinem eigenen Ergebnis viel zufriedener, weil die Haare immerhin noch dran sind.

     

  • Wer die Haare nur um ein bis zwei Nuancen aufhellen möchte, kann sich auch eine Blondierwäsche machen. Hierbei mischt man 60ml warmes Wasser, 30 ml entwickler, 30g Bloniderpulver mit 5g Shampoo. Die Masse gut verrühren und schnell auf die Haare auftragen. Das ganze 10 bis maximal 20 Minuten einwirken lassen. Durch die Wärme des warmen Wasser wirkt die Mischung sofort sehr schnell, deswegen möglichst zügig arbeiten. Auch hier empfehle ich die Zugabe von Keraphlex. Als ich die Blondierwäsche ausprobiert habe, haben sich meine Haare beim auswaschen ganz furchtbar angefühlt. Nach der Pflege mit Keraphlex 2 und meinem Feuchtigkeits-conditioner war aber alles wieder gut. Ich habe sogar das Gefühl, dass die Haare jetzt ein bisschen weniger abbrechen. Eine Blondierwäsche kann sich auch gut eignen um Farbrreste zu entfernen. Für mehr als Reste sind diese Methoden aber besser geeignet um Haartönungen zu entfernen.