Globuli

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18. September 2017 - 0:00 -- Bastelfrau


Globuli sind kleine Kügelchen aus Zucker, die mit meist stark verdünnten (potenzierten) pflanzlichen Substanzen versetzt sind und im Rahmen einer homöopathischen Behandlung eingenommen werden. Der Anwendungsbereich erstreckt sich dabei auf nahezu alle gängigen Krankheiten. Um Globuli herzustellen wird in den meisten Fällen zuerst eine Urtinktur hergestellt, in der sich auch mehrere Substanzen befinden können. Normalerweise besteht sie jedoch aus Alkohol, in dem man eine möglichst frisch gepflückte Pflanze oder geriebene mineralische Stoffe mehrere Wochen eingelegt hat. In der Folge wird diese Mischung potenziert. Teil des Herstellungsverfahrens ist dabei die Verschüttelung. Anhänger der Homöopathie folgen dabei den Lehren des Begründers der Homöopathie, Samuel Hahnemann, der davon ausging, dass die Substanzen erst durch das Schütteln ihre volle Wirksamkeit entfalten können. Infolgedessen werden homöopathische Mittel nach wie vor entweder nach der ursprünglichen Methode Hahnemanns oder nach Richtlinien des homöopathischen Arzneibuches (HAB) hergestellt.

Die Potenzierungen werden beim Verkauf der Globuli angegeben. So bezeichnet „D1“ eine Verdünnung der Ursubstanz von 1:10. D2 bedeutet, dass die D1 Potenz erneut mit 10 Teilen einer neutralen Substanz verdünnt worden ist. D3 heißt wiederum, dass die D2 Substanz verdünnt worden ist. In diesem Verdünnungszustand findet sich also nur noch ein Teil Ursubstanz auf tausend Teile Verdünnungsmittel. Auch andere Buchstaben können die Verdünnung angeben. Auch wenn die Konzentration der Stoffe ähnlich sein kann, ist die Bezeichnung eine andere, da dabei Arbeitsschritte entfallen. Die Herstellung einer D2 Tinktur erfordert beispielsweise zwei Arbeitsschritte, führt jedoch zu der gleichen Konzentration wie C1 (1:100), bei der nur ein Arbeitsschritt vonnöten ist.



Weitere mögliche Bezeichnungen bei der Verdünnung sind M (1:1.000), XM (1:10.000), LM (1:50.000), CM (1:100.000). Bei einer sehr starken Potenzierung sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass überhaupt ein Atom des ursprünglichen Wirkstoffs eingenommen wird. So führt beispielsweise schon eine Potenzierung wie das recht häufige D12 dazu, dass sich nur ein Tropfen der Ursubstanz in 25 großen Schwimmbecken finden würde. Ist die endgültige Potenzierung erreicht, werden die Zuckerkügelchen damit befeuchtet und anschließend getrocknet.

Die Darreichungsform als Kügelchen ist für Kinder, Erwachsene und Alkoholiker gleichermaßen geeignet. Globuli dürfen nur in Apotheken verkauft werden, die diese sogar teilweise selbst herstellen.

Kategorie - Schön und Gesund: 


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