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Vitamin B6

Gespeichert von Sarah am 10 September 2017
Vitamin B6

Unter dem Namen Vitamin B6 werden die drei sehr ähnlichen Verbindungen Pyridoxol, Pyridoxal und Pyridoxamin, die allesamt Vorstufen des im Körper tatsächlich verwendeten Stoffes Pyridoxalphosphat sind. Die Begriffe Vitamin B6 und Pyridoxin werden dabei gleichermaßen benutzt. Vitamin B6 ist vor allem für den Aminosäurestoffwechsel wichtig. Dass diese auch als die „Bausteine des Lebens“ bezeichnet werden, zeigt die Wichtigkeit des Vitamins für den Organismus. Auch für die Bildung von Häm, das seinerseits in Form von Hämoglobin der größte Bestandteil des Blutes ist, ist es notwendig. Auch verschiedene Neurotransmitter können nicht hergestellt werden, wenn nicht genügend Vitamin B6 im Körper vorhanden ist. Es ist also auch von großer Bedeutung für das Nervensystem.

 

Der menschliche Körper benötigt täglich ungefähr 1,6 - 1,8 mg des Vitamins. Grundsätzlich gilt, dass der Pyridoxinbedarf umso stärker steigt, desto mehr Eiweiß aufgenommen wird. Deswegen haben Männer einen höheren Bedarf als Frauen und bei einer sehr eiweißreichen Ernährung, wie sie beispielsweise von Bodybuildern häufig praktiziert wird, sollte ebenfalls viel Vitamin B6 in der Nahrung enthalten sein. Ein ungefährer Richtwert sind 0,02 mg pro Gramm Eiweiß. Auch Vegetarier und Veganer müssen verstärkt darauf achten, genügen Vitamin B6 zu sich zu nehmen, da es zwar auch in viele pflanzlichen Quellen enthalten ist, die Art des vorhandenen Vitamin B6 jedoch schlechter vom Körper aufgenommen werden kann als bei tierischen Quellen. Pyridoxin kann nur rund zwei bis sechs Wochen im Körper gespeichert werden. Sind die Vorräte verbraucht und es wurde zu wenig von dem Vitamin zugeführt, können sich Mangelerscheinungen in Form von Durchfall und Erbrechen, Krampfzuständen, Dermatitis und neurologischen Störungen zeigen. Auch Entzündungen und Schwellungen im Bereich von Mund und Zunge können vorkommen. Auch Störungen im Bewegungsablauf und Angstzustände gehören zu den möglichen Symptomen.

 

Vitamin B6 kommt in sehr vielen Lebensmitteln vor. Dabei ist es in den meisten Fällen so, dass Pyridoxin hauptsächlich in pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten ist. Gute Vitamin-B6-Quellen sind Pflanzenkeimen, Kohl, Bohnen und andere Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse, Weißbier und Bananen. Die besser vom Körper aufnehmbaren Pyridoxin und Pyridoxal finden sich vor allem in tierischen Quellen wie Hühnerfleisch, Leber, Fisch, Milchprodukten und Schweinefleisch. Eine Überdosierung des Vitamins geschieht nur selten, da auch Vitamin B6 zu den wasserlöslichen Vitaminen gehört. In Fällen, in denen über einen längeren Zeitraum täglich mehr als ein halbes Gramm Vitamin B-6 eingenommen worden ist, traten Fotosensitivität und Neurotoxizität und Dermatitis auf. Dieser Zustand wurde jedoch nur durch Nahrungsergänzungsmittel hervorgerufen und kann bei einer einigermaßen ausgewogenen Ernährung nicht eintreten.