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Siebdruck mit selbst hergestellten Schablonen



Schürze mit Siebdruckmotiv

Siebdruck - und vor allen Dingen die Herstellung der Schablonen dafür - interessiert mich schon seit langem. Vor kurzem habe ich nun gelesen, dass man auch mit der Silhouette Cameo Siebdruckschablonen herstellen kann und habe mir das benötigte Material besorgt. Heute habe ich das Ganze ausprobiert und das ist dabei herausgekommen.

Das brauchst du:

  • Silhouette Cameo oder anderen Hobbyplotter
  • Das Siebdruckset für die Silhouette Cameo oder die Nachfüllpackung dafür (siehe unten)
  • Motiv aus dem Silhouette Design Store
  • Schürzenrohling aus Baumwolle
  • Stoffmalfarbe
  • Pinsel oder Spachtel
  • Backpapier

Und so wird's gemacht:

  1. Ein Motiv aussuchen.
  2. Die Folie mit der glänzenden Seite auf die Schneidematte kleben.
  3. Das Motiv ausschneiden.
  4. Die Folie entgittern. Das heißt in diesem Fall, dass das Motiv entfernt wird. Die gesamten Kleinteile, die normalerweise entfernt werden, bleiben in diesem Fall auf der Folie.
  5. Backpapier auf den Tisch legen, darauf die Folie, dann das Netzgewebe und zum Schluss noch einmal Backpapier.
  6. Das Ganze mit Einstellung Baumwolle kurz (20-30 Sekunden) aufbügeln.
  7. Abkühlen lassen und die Rückseite der Folie entfernen.
  8. Die Schürze ohne Weichspüler waschen, trocknen und bügeln.
  9. Die Schablone auflegen und rundherum mit etwas Klebeband fixieren.
  10. Mit dem Stupfpinsel Farbe aufnehmen und die offenen Flächen mit Farbe füllen.
  11. Die Schablone entfernen während die Farbe noch nass ist.
  12. Die Schablone mit Wasser reinigen und abtrocknen.
  13. Die Farben trocknen lassen und nach Angaben des Herstellers fixieren.

Bild: Leider sieht der Druck sehr "vintagemäßig" aus. So sollte er eigentlich nicht werden. Stelle ich mir das Ganze allerdings auf einem Stück Packpapier vor, hätte ich ein tolles Geschenkpapier.

 

Mein Fazit
Ich muss gestehen, diese Arbeit hat mich extrem "rappelig" gemacht. Die beiliegende Anleitung war extrem kurz und nicht in Deutsch vorhanden. Es gab keinerlei Hinweise dazu, um welches Material es sich eigentlich handelt und wie die Silhouette Cameo eingestellt werden muss. 
Also musste ich insgesamt vier mal schneiden: 

  • Das erste mal wurde die Oberfläche der Folie gerade mal angekratzt (und mit einer Lupe konnte man das auch sehen).
  • Der zweite und der dritte Versuch haben dazu geführt, dass die obere Schicht zwar angeschnitten wurde - allerdings nur teilweise.
  • Beim vierten Versuch wurde die Folie komplett zerschnitten und das war dann auch nicht besonders gut, denn jetzt war es extrem schwierig, das Motiv zu übertragen. Mit einigem Hin und Her habe ich das dann zwar geschafft, aber…naja…  
  • Das nächste Problem war der Druck, der eigentlich nicht so vintagemäßig aussehen sollte, wie er es gerade macht. 

Bild: Die fertige Schablone in Großaufnahme. Die Folie ist beim Übertragen zu heiß geworden. Das sieht nicht so schön aus - die Schablone funktioniert aber trotzdem noch einwandfrei.

Für mich war die Herstellung dieser Schablone ein Testlauf, weil ich mehrere T-Shirts bedrucken wollte. Wie ihr seht, ist weder die Schablone, noch der fertige Druck so geworden, wie ich es mir gewünscht habe. Wenn ich mir nun vorstelle, dass die Herstellung der Schablone noch einmal so kompliziert wird, die Farbe hinterher wie bei meinem Probestück aussieht oder ich die Folie beim Ausschneiden kaputt und damit unbrauchbar mache, greife ich in diesem Fall lieber auf einen Profi wie Shirtfabrik24 
zurück. Dort bekommt man nicht nur die verschiedene Artikel ab einer Bestellmenge von 15 Stück schon recht preisgünstig und schnell, sondern man bekommt im dazugehörenden Blog auch eine Menge Infos über Shirts allgemein, viele Ideen, was man damit machen kann und sogar Tipps, wenn man sich mit T-Shirt-Verkauf selbstständig machen will.

Ich habe noch je zwei Blätter Folie und Netz übrig und werde damit natürlich noch weiter herumexperimentieren. Wenn es klappt, werde ich mir irgendwo das Netz als Meterware und dazu Flexfolie beschaffen und noch einmal neu mit dieser Technik starten, denn interessant ist sie allemal. Um es mit den Worten meiner Tochter zu sagen: "Es wäre schon cool, wenn man sich solche Schablonen selbst machen kann".
Jetzt gönne ich mir aber erst einmal einen Baldriantee und erkläre meinem Enkel, dass Fluchen wirklich nicht gut ist und auch Omas das nicht machen sollten - auch dann nicht, wenn sie versuchen, Siebdruckschablonen selbst herzustellen. 

Bild: Die Schablone wurde mit Klebeband auf dem Stoff fixiert

 

Zum Schluss noch ein paar Tipps und Tricks

  • Falls du einen Rahmen oder einen Stickrahmen und entsprechende Farben besitzt, benötigst du nicht das ganze Set. Ich habe mir zum Beispiel nur die Nachfüllpackung mit jeweils drei Blatt Folie und Netzgewebe besorgt - vielleicht gab es ja deshalb keine vernünftige Anleitung dazu. 
  • Die Farbe, die du verwendest, darf nicht zu dünnflüssig sein.
  • Sollte der Rand der Schablone zu schmal sein, um sie in den Rahmen zu spannen, kann man sie auch einfach auf das zu bedruckende Teil legen und die Farbe mit einem Borstenpinsel aufstupfen.
  • Die Schablone kann in einen Siebdruckrahmen oder Stickrahmen gespannt und losgedruckt werden oder man legt die Schablone einfach auf den Stoff und füllt die Aussparungen mit Hilfe eines Stupfpinsels aus. Ich habe mich für die letzte Variante entschieden.
  • Bevor du größere Aktionen planst, solltest du dich auf jeden Fall zuerst einmal mit der Technik vertraut machen und einige Probestücke herstellen. Dabei solltest du auch verschiedene Farben ausprobieren und herauszufinden, welche Farbe für dein Netzgewebe die richtige ist. Mein Druck sieht zwar "vintagemäßig interessant" aus, ist aber leider absolut nicht das, was ich haben wollte.

Bild: Sämtliche Aussparungen wurden mit Hilfe eines Stupfpinsels mit Farbe gefüllt.

Bild: Die Farbe lässt sich leider nicht vollständig von der Schablone entfernen. Da hatte ich mir ein besseres Ergebnis gewünscht.



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