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Shibori mit Holzkugeln

Bei den ersten Shibori-Arbeiten, die ich je gesehen habe, wurde der Stoff nicht "normal" abgebunden, sondern es wurde mit Holzkugeln gearbeitet. Diese Art von Batik wollte ich schon seit Jahren einmal ausprobieren, habe mich aber immer wieder vor dem Einbinden der Kugeln gescheut - einfach deshalb, weil es total viel Arbeit ist. Angefangen damit habe ich nämlich schon ein paar mal und habe dabei Glasmurmeln mit Garn eingebunden. Allerdings habe ich es is jedesmal schnell wieder aufgegeben. Jetzt habe ich einen schnelleren und unkomplizierten Weg gefunden - und so hat es dieses Mal auch geklappt.

 

Das brauchst du:

  • Ein Mulltuch (Mullwindel)
  • Dicke Holzperlen
  • Gummibänder
  • Batikfarbe Marabu EasyColor
  • Salz

 

Und so wird es gemacht:

  1. Eine Holzperle unter das Mulltuch schieben und mit einem Gummibändchen fixieren. Auf diese Art und Weise so viele Holzperlen in das Tuch binden bis keine weiteren Perlen mehr Platz haben.
  2. Batikfarbe nach Anweisungen des Herstellers anrühren und in einen Eimer füllen.
  3. Das Tuch mit den Holzperlen unter dem Wasserhahn nass machen und etwas abtropfen lassen.
  4. Das Tuch in die Batikfarbe geben und die gewünschte Zeit darin lassen. Dabei das Tuch immer bewegen. 
  5. Wenn der gewünschte Farbton erreicht ist, das Tuch herausnehmen und unter fließendem kalten Wasser abspülen.
  6. Zur Seite legen und trocknen lassen.
  7. Die Gummis lösen und die Holzperlen entfernen. 
  8. Das Tuch auseinanderziehen, dabei die jeweils gegenüber liegenden Enden nicht vergessen.

Bild: So sieht das Tuch mit den eingebundenen Holzperlen vor dem Färben aus.

 

Tipps und Tricks

  • Vergiss nicht, die Holzperlen ebenfalls zu trocknen. Sie können dann lackiert und zu Schmuck verarbeitet oder bei anderen Bastelarbeiten verwendet werden, ohne abzufärben.
  • Wer mag, kann die Holzperlen aber auch für die nächste Shibori-Arbeit verwenden. Es gibt ein kleines Risiko, dass sie etwas abfärben - aber das würde einem Shiborituch nur noch mehr Charm verleihen.
  • Die Färbezeit hängt davon ab, wie intensiv die Farbe später werden soll.
  • Es gibt zu den verschiedenen Batikfarben auch speziellen Fixierer, der dafür sorgt, dass die Farbe sich nicht wieder herauswäscht.
  • Ich habe keine neuen Gummibänder gekauft, sondern alte Loombänder, die ich noch zu Hause hat. Diese waren allerdings schon etwas morsch, so dass viele beim Färben zerissen sind. Dadurch ist das ungewöhnliche Muster entstanden. Wer dies vermeiden will, sollte darauf achten, dass neue Gummibänder verwendet werden.
  • Die Größe der Vierecke auf dem Tuch werden durch die Größe der Holzperlen bestimmt.

 

Bezugsquellen:*