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Gespeichert von Bastelfrau am 30 Oktober 2008

Vor einigen Jahren gerieten die Scoubidous in Verruf, da sie mit problematischen Weichmachern hergestellt wurden. Was letzten Endes genau dabei herausgekommen ist, weiß ich gar nicht. Trotzdem möchte ich die Artikel, die es damals dazu gab, nicht einfach "unter den Tisch kehren".

 

Scoubidous bei Ökotest

.. mit katastrophalem Ergebnis. Nicht nur, dass Substanzen gefunden wurden, die beim Verschlucken gefährlich sein können, auch die Stoffe die ausgedünstet werden und für den "lieblichen Duft" der Scoubidous sorgen, sind alles andere als gesundheitsfördernd.
Das Testergebnis gibt es bei Ökotest. Und jetzt wieder mein berühmtes "aaaaber": Es wurden nur zwei Marken getestet.
Übrigens habe ich vor einigen Tagen einen Bericht im Fernsehen gesehen, in dem es um PVC-Schläuche auf Intensivstationen für Frühgeborene geht. Durch den ständigen Kontakt mit Flüssigkeit werden dort die giftigen Stoffe ausgewaschen und gelangen so in den Blutkreislauf bzw. den Magen der Frühchen. Extra darauf hingewiesen wurde, dass diese Stoffe zwar mittlerweile in Spielzeug für Kleinkinder verboten sind, im medizinischen Bereich allerdings nicht.
Die Welt ist schon merkwürdig.
Und jetzt noch etwas zu meiner persönlichen Erfahrung mit Scoubidous: Meine jüngste Tochter konnte letzte Woche die Schule nicht besuchen - wegen Kopfschmerzen und Übelkeit. Auch gestern abend klagte sie wieder darüber. Mal sehen, vielleicht hat sich dieses Problem ja jetzt erledigt! (Nachtrag: Es hatte sich erledigt, ohne Scoubidoubänder keine Kopfschmerzen mehr. Allerdings können die natürlich auch an Muskelverspannungen gelegen haben, denn ich denke, Scoubidoubänder flechten gehört nicht unbedingt zu den normalen täglichen Tätigkeiten).

 

Aus dem Jahre 2004!

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EU verbietet Weichmacher in Spielzeug

Kinder in der Europäischen Union werden künftig besser vor gesundheitsgefährdenden Weichmachern im Spielzeug geschützt. Das Europäische Parlament verabschiedete in Straßburg nach acht Jahren Diskussion eine Richtlinie, die die Verwendung so genannter Phthalate verbietet.

Mehr dazu bei der Tagesschau ... (dieser Link funktioniert leider nicht mehr)

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Problematische Weichmacher in Scoubidous

Jetzt werden auch die Politiker wach und fordern eine Gesetzesänderung, die die Weichmacher in den Scoubidous verbietet, denn neuste Untersuchungen haben Weichmacheranteile von bis zu 34,7 % ergeben.
Dazu Verbraucherschutzministerin Bärbel Höhn: "Ich fordere die Hersteller auf, die so genannten "Scoubidou-Bänder" im Interesse unserer Kinder ohne problematische Weichmacher zu produzieren. Auch die Händler sollten Bänder, die solche Weichmacher enthalten, nicht anbieten. Denn Kinder sollten beim Spielen mit diesen Bändern Spaß haben, aber es dürfen darin keine gefährlichen Stoffe enthalten sein. Deshalb appelliere ich auch an die EU, den Vorschlag zur drastischen Herabsetzung der Grenzwerte von Weichmachern schnell umzusetzen. Solange dies jedoch nicht der Fall ist, kann ich Eltern nur empfehlen, auf Alternativen, die im Handel sind, wie bunter Bast, Wolle oder Perlonschnüre zurückzugreifen."
Den vollständigen Artikel findet ihr beim Umweltjournal.