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Serviettentechnik und Decoupage

Gespeichert von Bastelfrau am 19 Januar 2015

Das Wort Decoupage beschreibt eine Kunsthandwerkertechnik, die schon seit dem 17. Jahrhundert bekannt ist. Es handelt sich um ein französisches Wort und bedeutet ausschneiden. Der  Grundgedanke bei der Decoupage war ursprünglich, Gegenständen ein Aussehen, das an feines Porzellan erinnert, zu geben. Man erreichte dies durch das Übereinanderkleben von ausgeschnittenen Papiermotiven und anschließendem, mehrfachen Lackieren und Abschleifen.

 

Bei uns erwachte die Decoupage durch die Serviettentechnik zu neuem Leben - denn die Serviettentechnik, die nach wie vor ein aktuelles Bastelthema ist, ist ebenfalls eine Form der Decoupage ist. Der größte Unterschied bei den beiden Techniken ist das Ziel, das erreicht werden soll. Im Gegensatz zur üblichen Decoupage, bei der ein Porzellanlook erreicht werden soll, versucht man mit Hilfe der Serviettentechnik Gemaltes zu imitieren.

 

Da bei der Serviettentechnik nur die obere Lage einer Motivserviette Verwendung findet, ist die Beschaffenheit des verwendeten Papieres im starken Gegensatz zu den üblichen Decoupagepapieren und muss dementsprecht anders verarbeitet werden. Dies geschieht entweder durch den verwendeten Kleber - dünnflüssigem Serviettenkleber statt dickflüssigem Decoupagekleber - oder durch die angewandte Technik - mit flüssigem Serviettenkleber überpinseln oder auf dickflüssigen, trockenen Serviettenkleber aufbügeln.

 

Auch beim weiteren Verarbeiten des beklebten Objektes gibt es entscheidende Unterschiede. Bei der Serviettentechnik reicht es in der Regel aus, die Serviette mit dem Serviettenkleber einmal zu überpinseln - eventuell wird die getrocknete Serviette noch mit einem Überzug aus Lack zum Schutz versehen.

 

Bei der klassischen Decoupage werden noch mindestens 10 Klebstoffschichten aufgebracht, die nach dem Trocknen jeweils glattgeschliffen werden, bis eine vollkommen ebene und gleichmäßige Fläche mit Tiefenwirkung entsteht.
Die zur Zeit oft in Einsatz kommende "Decopatch-Technik" ist das verwendete Papier das Geheimnis. Es handelt sich nämlich von der Stärke her um ein Papier, das zwar ähnlich dünn wie das Serviettenpapier ist, von der Reißfestigkeit und Stärke her aber wesentlich widerstandsfähiger als dieses. Im Grunde wird hier wie bei der Serviettentechnik gearbeitet. Es handelt sich daher bei Decopatch weniger um eine eigenständige Basteltechnik als vielmehr um den Markennamen eines Bastelmaterials für eine bestimmte Technik.