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Gespeichert von Bastelfrau am 20 Juli 2015
Basteln in der Tinderbox, Odense/Dänemark

Eigentlich sind Urlaubstips ja nicht so mein Ding, aber heute kann ich einfach nicht anders. Vielleicht hast du ja schon gemerkt, dass ich den letzten Tagen keine neuen Bastelanleitungen online gestellt habe. Das lag daran, dass ich in Urlaub war - in Odense, Dänemark. Dort habe ich einen Bastelraum entdeckt, der mich total begeistert und von dem ich euch deshalb unbedingt erzählen möchte. Solltest du also einmal mit deinen Kindern in Odense sein, kann ich dir die Tinderbox wärmstens empfehlen.

 

Die "Tinderbox" liegt im Herzen Odenses direkt neben dem Hans-Christian-Andersen-Museum. Dort können sich sowohl die Kleinen als auch die Großen verkleiden und dann in den verschiedensten Räumen spielen. Thema der Tinderbox ist das Märchen "Der standhafte Zinnsoldat" von Hans Christian Andersen. Das sorgt für eine Menge Spaß bei Kindern und Erwachsenen. Trotzdem möchte ich darauf gar nicht weiter eingehen. Denn für die Besucher der Tinderbox gibt es noch eine weitere Beschäftigung - nämlich Malen und Basteln.

 

Als wir uns in Richtung Bastelraum aufmachten, dachte ich, dass die Kinder dort einfach ein Blatt Papier und ein paar Buntstifte in die Hand gedrückt bekommen würden. Aber es kam ganz anders, denn hier wird für alles gesorgt:

 

Betritt man den Raum findet man direkt am Eingang einen Kleiderständer mit Schürzen, um die Kleidung zu schützen. Der Mal- und Bastelraum ist ziemlich groß und es gibt einige Tische (natürlich mit Stühlen), auf denen schon Behälter mit Pinseln, Buntstiften, Wachsmalstiften und Wasser stehen sowie Wassermalfarben stehen. Direkt am Eingang befindet sich ein Regal, auf dem verschiedene Papiere liegen und an dem man sich bedienen kann. Wir haben uns also erst einmal Papier genommen und die "Kinder" - mein Enkel, meine Nichte und meine Tochter begannen zu malen. So hatte ich Zeit, mich ein wenig umzusehen.

 

An den Wänden stehen diverse Tische mit Regalen, auf denen sich nicht nur Bastelmaterial befindet, sondern auch fertig gebastelte Muster. Dazu gibt es dann die passenden Schablonen und Papiere, Farben und was man sonst noch so braucht. An einem Tisch fand ich zum Beispiel zusätzlich zu den bereits vorhandenen Papieren noch Scrapbookingpapiere, mehrere Flaschen Bastelkleber und verschiedene Pailetten und andere Embellishments. An einem anderen Tisch lagen drei oder vier Heißklebepistolen. Wieder an einem anderen Regal waren verschiedene Papiere, Vorlagen und Beispiele für Scherenschnitte und Schablonierarbeiten.

Dazwischen standen immer wieder Staffeleien - bespannt mit Papier, daneben Pinsel und Farben - man musste nur anfangen zu malen.
Der Bastelraum ist unbeaufsichtigt. Das heißt: Eigentlich kann man machen was man will. Und obwohl ein paar Kostüme liegen geblieben waren und hier und dort Wasser oder Farbe ausgelaufen ist, war der Raum ausprochen ordentlich. Erfreulicherweise wissen die Besucher der Tinderbox die Angebote dort zu schätzen und gehen recht sorgsam damit um.
Während wir am Basteln und Malen waren, betraten übrigens zwei Angestellte der Tinderbox den Raum, setzten sich hin und begannen, alle Buntstifte im Raum nachzuspitzen. Wenn das kein Service ist.

 

Die Tinderbox:

  • Der Eintritt in die Tinderbox betrug pro Person umgerechnet ca. 12,50 Euro und der Besuch war jeden Cent wert. 
  • Die Hauptattraktion ist das Verkleiden - aber das Malen und Basteln ist keine "Nebenbeibeschäftigung". 
  • Wer in Odense schon bestimmte andere Museen besucht hat und die Eintrittskarten mitbringt, bekommt Rabatt. 
  • Man sollte sich unbedingt genug Zeit mitbringen - wir waren vier Stunden lang dort und die Kinder wären gerne noch ein bis zwei Stunden länger dort geblieben.
  • Über die Tinderbox gibt es noch eine Menge mehr zu sagen und zu erzählen - einfach weil es ein märchenhaftes Spielparadies ist. Allerdings bin ich vom Bastelraum so begeistert, dass ich euch das unbedingt vorstellen musste.

 

Aber - lange Worte, kurzer Sinn: Hier geht es zur Tinderbox.