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Gespeichert von Bastelfrau am 21 November 2019

Je näher das Weihnachtsfest rückt, desto ungeduldiger werden die Kleinen. Sie können es kaum erwarten, bis der ersehnte Tag kommt. Da bringt ein "Weihnachtskalender" erwünschte Ablenkung:

Ein Karton mit geheimnisvollen, weißen Türchen wird an die Wand gehängt. Alle sind sie geschlossen und man darf nun jeden Tag eines - nur ein einziges! - aufmachen. Hinter jedem erscheint ein drolliges Bild, erst ein Schneemann, dann ein Lebkuchen und so bei jedem Türchen etwas anderes. Wenn aber alle geöffnet sind bis auf das letzte, das mittlere Türlein der untersten Reige, dann weiß man: "nur noch ein Tag!" Der scheint zwar lang; aber er geht auch vorbei. Dann darf man auch das letzte Türchen aufmachen und der Christbaum schaut uns im Bilde entgegen, fast so schön und farbig, wie er am Abend im Licherschein strahlen wird.

Diese Vorweihnachtsfreude sollte man den Kleinen gönnen. Die Herstellung des Weihnachstkalenders verlangt ja weder großes Geschick noch viel Arbeit.


Erst richtet man sich den Karton zurecht, auf den man die Bilderklappen aufkleben will.

Dann schneidet man sich diese Klappen selbst aus. Weißes Schreibpapier ist gut dazu brauchbar.

Wer nicht viel Zeit hat, stellt nur 12 Klappen bereit; man fängt dann eben 12 Tage vor dem Weihnachstabend mit dem Aufmachen an. Schöner ist es freilich, wenn der Weihnachtskalender so viel Türen erhält, dass man schon am 1. Dezember die erste öffnen kann.


Als Bilder genügen einfach Zeichnungen, die dann ausgemalt werden oder schlichte Klebbilder. Sie sollen möglichst bunt gehalten sein; denn die Kinder lieben kräftige Farben.
Die Motive seien einfach und kindlich: Im ersten Türchen sagt uns der Schneemann den Beginn der Weihnachtszeit an und dann kommen nacheinander alle die Sachen, die unseren Kleinen so teuer sind: Spielauto und Eisenbahn, Kasperl und Zuckerhut, ja sogar eine Flasche Wein für den Kaufladen. An Stoffen fehlt es wirklich nicht. Der Puppenherd und der Wiegengaul, der Ball und der Bleisoldat, Ziehharmonika und Trompete, sie alle geben dankbare Entwürfe.
Man kann die Bilder des Weihnachtskalenders auch auf den Geschmack der Buben abstimmen, wenn er für den Einzigen bestimmt ist, man kann ihn aber ebenso leicht auf die Wünsche eines Mädchens einstellen.


Sind die Bilder aufgezeichnet bzw. aufgeklebt, so leimt man die Klappen auf den Karton an.


Damit die Türchen auch geschlossen bleiben, solange ihr Tag noch nicht gekommen ist, erhalten sie eine einfaches Schloss, bestehend aus zwei Streifen von steifem Papier. Der eine Streifen wird an der Türe festgemacht, während der andere quer zu ihm auf dem Karton angeklebt ist.

Wenn wir den Kalender ganz besonders schön machen wollen, halten wir die letzte Tür breiter als die anderen, geben ihr vielleicht gar zwei Türflügel oder kleben wenigstens einen großen goldenen Stern auf ihre Vorderseite, damit sie sich von außen von den anderen unterscheidet.

Überhaupt fehlt es nicht an Möglichkeiten zur Ausgestaltung unseres Weihnachtskalenders. Freude aber bringt er allen: dem Kinde, für das er bestimmt ist und dem Vater oder Bruder, der ihn gemacht hat.
Von Alexander S.